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Hiroshima - Das Kirschblütenfest

Die Kirschblüte ist ein wichtiges Symbol in der Kultur Japans. Sie markiert den Beginn des Frühlings und steht für Aufbruch und Vergänglichkeit. Seit Jahrhunderten werden in Japan Kirschblütenfeste
veranstaltet, um die Schönheit der in Blüte stehenden Bäume zu feiern. In jedem Frühjahr treffen sich Familien und Freunde zu einem Picknick unter den zahlreichen Kirschbäumen im ganzen Land zum
„Hanami“ (Blüten betrachten).

Beim 17. Kirschblütenfest im Hiroshima-Hain erwartet Sie ein bunter Nachmittag mit Picknick und Kulturprogramm japanischer Traditionen. Details entnehmen Sie bitte dem Programm, s. Link unten.

Datum: Sonntag, 23. April 2017, 14 bis 17 Uhr

Ort: Der Hiroshima-Gedenkhain (liegt hinter dem Kinderkrankenhaus auf der Bult)
Erreichbar über: Linie 6, Haltestelle Bult / Kinderkrankenhaus oder Bus Linie 370, Haltestelle Bult / Kinderkrankenhaus

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Lesung und Gespräch

Joachim Eitel: „Mut zur Feigheit“ und „Japanische Abwege“

MUT ZUR FEIGHEIT ist eine bewegende Suche nach der eigenen Identität wie sie nur der Zweite Weltkrieg hervorbringen konnte.

JAPANISCHE ABWEGE erzählt von deutsch-japanischen Paarbeziehungen, von Träumen und Stolpersteinen.

Zum Autor: : Joachim Eitel, Jg.1965, erlernte aus beruflichen Gründen Anfang der 1990er-Jahre die japanische Sprache. Erlebnisse seines zehnjährigen Japanaufenthaltes und dieReaktorkatastrophe von Fukushima verarbeitete er 2013 im Debütroman »Japanische Abwege«. Sein 2017 erschienener Roman »Mut zur Feigheit« handelt vom Schicksal eines in Japan geborenen Wehrmachtssoldaten.

Datum: Montag, 08. Mai 2017, 19.30 Uhr, Eintritt: 5/8 €

Ort: VHS, Burgstraße 14, Theodor-Lessing-Saal 

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Ausstellung: Begegnungen hinter Stacheldraht im Museum Lüneburg

Sonderausstellung mit vielen internationalen Leihgaben (rund 250 Exponate aus Japan, den Niederlanden, Österreich und Deutschland).

Hintergrund: Anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Partnerschaft zwischen dem Land Niedersachsen und der Präfektur Tokushima sowie der über vierzigjährigen Städtepartnerschaft zwischen Lüneburg und Naruto widmet das Museum Lüneburg nun diesem fast vergessenen Kapitel deutsch-japanischer Geschichte eine Ausstellung. Wie kamen deutsche Soldaten im Ersten Weltkrieg in japanische Kriegsgefangenschaft? Wie sah der Alltag der Kriegsgefangenen im Lager Bandō aus? Und wie kommt es, dass Bandō bis heute nicht in Vergessenheit geraten ist?

Datum: 28. April 2017 bis 23. Juli 2017

Ort: Museum Lüneburg, Willy-Brandt-Str. 1, 21335 Lüneburg, Tel. 04131 72065-80, www.museumlueneburg.de

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„Was Sie hier auf die Beine gestellt haben…“

Japanwoche der DJG Hannover in Kooperation mit der VHS Hannover

09. bis 12.03.2017 in den Räumlichkeiten der VHS

Japan ist dieses Jahr Partnerland der CeBIT. Grund genug, wie Dr. Susanne Schieble in ihrer Begrüßung zur Eröffnung der Japanwoche versicherte, die Bürgerinnen und Bürger Hannovers auf das Partnerland, das für viele immer noch geheimnisvoll und exotisch, aber auf jeden Fall besonders ist, einzustimmen. Yookoso Nihon!

2017 JW Schieble

Zuvor hatte Michael Guttmann, Leiter der VHS Hannover, die Gäste und die Japanwoche in den Räumlichkeiten willkommen geheißen. Frau Dr. Schieble dankte ihm und dem gesamten VHS-Team, insbesondere Frau Mathilde Wasmeier, für ihren unermüdlichen und stets mit einem freundlichen Lächeln begleiteten Einsatz, um diese Japanwoche, die vor einem Jahr nicht mehr war als eine Idee, in die Tat umzusetzen. Ebenso dankte sie ihrem Vorstandsteam und den engagierten Mitgliedern der DJG Hannover, allen voran Heidrun Schmidt-Plachta, Assistent Professor of Ikebana und Lehrerin der Ikenobo-Schule Kyoto. Denn Herzstück der Japanwoche war eine von Frau Schmidt-Plachta und ihren Schülerinnen organisierte Ikebana-Ausstellung mit dem Titel „Der Traum vom Frühling ist nur ein flüchtiges Lied“. Im Laufe der nächsten Tage sollte diese Ausstellung immer wieder Begeisterung bei den Besuchern auslösen. Die eleganten und harmonischen Blumenkunstwerke beeindruckten immer wieder aufs Neue. Auch ungewöhnliche Materialien wie Tetra Paks, ein Rad oder Holzrahmen wurden verwendet.

2017 JW Hermann

Herr Bürgermeister Hermann und Herr Generalkonsul Anzawa, der eigens aus Hamburg angreist war, zeigten sich in ihren Grußworten beeindruckt von der Ausstellung und dem Vielfalt des Angebots der Japanwoche. Herr Bürgermeister Hermann dankte der DJG Hannover ganz besonders für ihr Engagement für den Kulturaustausch zwischen Deutschland und Japan.

2017 JW Anzawa

Die Begrüßungen und Grußworte waren aber nur der Auftakt für die eigentliche Eröffnungsveranstaltung. Die 150 Gäste des Eröffnungsabends, weit mehr als die DJG Hannover erwartet hatte, genossen ein Konzert des japanischen Pianisten Moto Harada und der polnischen Sängerin Monika Walerowicz. Sie entführten in das „Land der aufgehenden Sonne, illustriert von Bildern der Japanreise der DJG Hannover 2016 von Christoph Slaby. Die Stimme von Frau Walerowicz und das virtuose Spiel von Moto Harada harmonierten auf das Vortrefflichste. Es war wirklich eine Entführung nach Japan. Die Gäste waren fasziniert von dem Genuss für Auge und Ohr. Langanhaltender Applaus war dafür Beweis genug.

2017 JW Walerowicz

Beim anschließenden Empfang, der mit freundlicher Unterstützung der Deutschen Messe AG ausgerichtet werden konnte, konnten sich die Gäste stärken und im Gespräch das Gehörte und Gesehene vertiefen. Viele nutzten die Gelegenheit und schlenderten nochmals durch die Ikebana-Ausstellung.

2017 JW Ikebana 01

Der zweite Tag der Japanwoche stand ganz im Zeichen von Ikebana. Heidrun Schmidt-Plachta referierte in ihrem Vortrag kurz über die Historie der Ikenobo-Schule, der ältesten und traditionellsten Schule des Ikebana. Beeindruckend war, was sie im Anschluss in ihrer Demonstration zeigte. Sie fertigte verschiedene Gestecke an, untermalt von japanischer Musik und erklärte die Unterschiede und Besonderheiten.

2017 JW Ikebana 02

Der Samstag stand war geprägt von den Workshops.

Der Origami- und Kalligraphie-Workshop waren ebenso ein Erfolg wie der Kochkurs.

Petra Betscher von Origami-Deutschland führte den Origami-WS durch und zeigte, was man mit Papier, Vorstellungskraft und Präzision für wunderbare Gebilde, seien es Tiere, Pflanzen oder Gegenstände, falten kann.

2017 JW Origami

 

Itsuko Cuny entführte die Teilnehmer in die Welt der Kalligraphie. Mit Ruhe und Perfektion führte sie die Pinselstriche aus. Auf diese Weise entstanden beeindruckend schöne Schriftzeichen, die die Teilnehmer des Workshops erlernten.

2017 JW Shodo

Der Japanische Kochkurs war sicherlich ein „Highlight“. Yasuko Götte führte in bewährter Manier in die Geheimnisse der japanischen Kochkunst ein. Und das Beste daran: im Anschluss an die Kocharbeit wurde fürstlich gegessen!

2017 JW Kochkurs

Es gab aber auch einen Vortrag an diesem Tag. Dr. Susanne Schieble referierte launig, mal amüsant, mal ernst, über die kulturellen Unterschiede zwischen Japan und Deutschland, die sie in ihrer praktischen Tätigkeit als Dozentin für Deutsch und Deutsche Literatur für Japaner erlebt hat. Diese Erfahrungen verband sie mit den unterschiedlichen kulturellen Prägungen, denen die Menschen beider Länder über Jahrhunderte ausgesetzt waren.

2017 JW Saal

Auch der Sonntag lud durch zwei weitere interessante Workshops zum Mitmachen ein. Die Manga-Künstlerinnen Tina Kajander und Alexandra Sokol-Dahms führten in die geheime Welt der Manga-Malerei ein. Die Kunstwerke, die in ihrem Workshop unter ihrer Anleitung in kürzester Zeit entstanden, waren wirklich beeindruckend.

2017 JW Manga

Prof. Dr. Franz Renz, Vorstandsmitglied der DJG Hannover und mehrfacher Schwarzgurtträger, und Daniel Marburger, leiteten die Teilnehmer ihres Workshops in die Anfänge von Aikido ein.

 

Hand- aber auch Wurfübungen standen auf dem Programm und brachten die Teilnehmer ganz schön ins Schwitzen.

Anschließend hielt Herr Prof. Renz zusammen mit Dominik Natke einen Vortrag zum Thema „Japan – Erfahrungen eines wissenschaftlichen Austausch“. Die Referenten führten den Alltag eines Ausländers in Japan sowie die wissenschaftliche Arbeit an einer japanischen Universität aus. Ein kleiner kulinarischer Ausflug zum Abschluss war der Höhepunkt des Vortrages.

JW 2017 Renz 400

Bereits am späten Vormittag gab es ein meditatives „Highlight“. Dr. Susanne Schieble las Haiku auf Japanisch, die Schauspielerin Barbara Ellen Erichsen auf Deutsch, untermalt von japanischer Musik, einfühlsam vorgetragen von Agnes Hapsari. Die Fotografin und DJG –Mitglied Marion Schmidt illustrierte mit wunderschönen Fotos die Lesung. Die Zuhörer wurden in die Welt des Haiku entführt und genossen dabei eine Auszeit vom Alltag.

Der Abschluss war noch einmal ein besonderer „Leckerbissen“. Veronika Nagata von „Kimono-Kimono“ war eigens aus Düsseldorf angereist, um mit vielen Models eine Kimono-Modenschau zu präsentieren. Dabei zeigte sie die unterschiedlichen Kimonos, vom Alltagskimono bis zum festlichen Kimono, die unterschiedlichen, aber immer präzisen Verarbeitungen des Materials sowie die differenzierte und diffizile Bindetechnik des Obi. Ein Model wurde von Frau Nagata vollständig angekleidet, wobei die vielen Bänder, die die Stoffe zusammenhalten, beeindruckten. Den Models gebührt dabei besonderer Dank, reisten sie doch aus unterschiedlichen Ecken Deutschlands an – sogar aus Leipzig.

2017 JW Kimono

Zur Abschlussveranstaltung waren noch einmal rund 100 Gäste gekommen – einfach beeindruckend.
Es bleibt, ein unendlich großes „DANKE“ auszusprechen:
Allen Künstlerinnen und Künstlern, Dozentinnen und Dozenten, dem Team der VHS Hannover, dem Vorstand und den Mitgliedern der DJG Hannover für ihren unermüdlichen, zum Teil von Idealismus und ehrenamtlichem Engagement getragenen Einsatz. Ohne Sie alle wäre die Japanwoche nicht zustande gekommen und so ein großer Erfolg geworden!

Dr. Susanne Schieble, Präsidentin DJG Hannover

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