Dieser Artikel widmet sich neben den Literaturkursen auch dem Sprachzirkel und den Themen Haiku sowie Kalligraphie/Shodo. Bitte wählen Sie die entsprechenden Menüpunkte rechts.


Literaturkurse

Die DJG Hannover bietet sowohl deutsche Literaturkurse für Japaner und Japanerinnen (seit 2003) als auch japanische Literaturkurse für Deutsche (seit 2009) unter der Leitung von Dr. Susanne Schieble an. Im deutschen Literaturkurs werden Klassiker und moderne Werke sowie für eine Epoche exemplarische Gedichte gelesen und besprochen. Dadurch werden den japanischen Teilnehmern die deutsche Kultur und die Spezifik der deutschen Sprache in einer gleichermaßen konzentrierten wie entspannten Atmosphäre vermittelt. Im japanischen Literaturkurs nehmen sich die Teilnehmer Klassiker, moderne japanische Literatur und Lyrik vor und entdecken so in einer vertrauten und intensiven Runde die japanische Kultur auf einzigartige Weise.

Weitere Informationen unter www.susanne-schieble.de oder per Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Auf den folgenden Seiten finden Sie Informationen zum Sprachzirkel sowie Haiku und Kalligraphie/Shodo.


Willkommen beim Sprachzirkel

Einmal monatlich trifft sich der Sprachzirkel unter der Leitung von Frau Dr. Emura am Mittwochabend um 19.30 im japanischen Restaurant Tomo Sushi. In gemütlicher Atmosphäre beschäftigen wir uns dort mit der japanischen Sprache und Kultur und stärken uns zwischendurch mit leckerem Essen. Wir lesen zum Beispiel Geschichten aus der japanischen Mythologie, aber auch Medienberichte über aktuelle gesellschaftspolitische Themen, beschäftigen uns mit kulturellen Fragestellungen und üben uns in Konversation. Bei uns ist jede/r willkommen, unabhängig von den Sprachkenntnissen. Es gibt Teilnehmer, die fließend Japanisch sprechen und längere Zeit in Japan gelebt haben, es gibt aber ebenso Teilnehmer, die gerade erst anfangen mit Japanisch oder sich dafür interessieren - durch diese Mischung entsteht die besondere Atmosphäre, aus der sich immer wieder spannende Unterhaltungen und Themen ergeben! Neugierig geworden? Dann einfach mal vorbeikommen, wir freuen uns!

Bei Interesse melden Sie sich bitte unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 


Haiku

bedeutet wörtlich übersetzt „Lustiger Vers“ und ist eine japanische Gedichtform. Traditionell besteht das Haiku aus drei Gruppen oder Zeilen von jeweils 5-7-5 Silben.

Mit insgesamt 17 Silben ist das Haiku die kürzeste Gedichtform der Welt. Es beschreibt traditionell ein Bild aus der Natur und gibt mit einem sogenannten Jahreszeitenwort (japanisch „Kigo“) den Zeitraum der Naturbeobachtung zu erkennen.

Das Haiku wurde maßgeblich von Matsuo Basho geprägt. Er ist einer der berühmtesten Haiku-Dichter (haijin genannt) und lebte von 1644-1694. Er und seine Schüler erneuerten die bis dahin spielerische und humorvolle Haikai-Dichtung und erhoben sie in den Rang ernsthafter Literatur.

Während der Isolationsphase der Edo-Zeit (1603-1868) blühten Kunst und Kultur in Japan. Durch einen relativen Wohlstand und geprägt vom Zen-Buddhismus wandten sich die Japaner der Kunst zu und bedeutende Künste wurden perfektioniert. Aus diesem Geist heraus konnten Basho und nach ihm Buson (1716-1784) das Haiku zur wichtigsten japanischen Dichtung ausbauen.

Weitere bedeutende Haiku-Dichter waren Issa (1763-1828) und der schon erwähnte Shiki. Issa, der sein ganzes Leben lang in bitterer Armut lebte und schwere Schicksalsschläge zu verkraften hatte, führte das Haiku zu den einfachen Menschen mit einer allgemein verständlichen Ausdrucksform zurück. Shiki wiederum modernisierte das Haiku und befreite es vom Jahreszeitenwortzwang und den strengen inhaltlichen Vorgaben. Heute gibt es mehrere Strömungen, zum einen die Traditionalisten, die Basho verbunden sind, aber auch die Modernisten, die „freie“ Haiku dichten.

 

 


Kalligraphie/Shodo

Kalligraphie („Schönschrift“) oder genauer gesagt Shodo (jap. 書道, wörtlich: Weg des Schreibens) bezeichnet die japanische Kunst der gemalten Schriftzeichen. Mittels einfacher traditioneller Werkzeuge wie Pinsel, Tusche und Papier entstehen komplexe Schriftkunstwerke. Besonders zu hervorheben ist hierbei, dass das Kunstwerk in einem Durchgang zu entstehen hat – also spätere Änderungen oder Korrekturen nicht erwünscht sind. Dies verlangt sowohl äußerste Kunst und langjährige Erfahrung, gleichzeitig aber auch die Fähigkeit, ganz im Hier und Jetzt aufzugehen und seine Gefühle zu Blatt zu bringen. Im Laufe der Jahre entwickelt jede Künstlerin/jeder Künstler eine eigene persönliche „Handschrift“, die dem geübten Betrachter viel über Persönlichkeit und Werk verrät.

In Japan hat Kalligraphie/Shodo eine lange Tradition: Aus chinesischen Schriftzeichen (Kanji) hervorgegangen, wird in Japan seit Jahrhunderten und auch heute noch diese alte Kunst ausgeübt, die zusammen mit Ikebana, Teezeremonie und anderen Künsten zu besonderen Schätzen der japanischen Kultur zählt.

Unsere Gesellschaft führt Sie auf vielen Veranstaltungen und Festen gerne in diesen wichtigen Bestandteil japanischer Kultur ein. Besonders die Vorführungen und somit das eigentliche Entstehen des Werkes sind immer wieder ein einzigartiges Erlebnis. Zusätzlich veranstalten wir unter der Leitung der aus Hiroshima stammenden Künstlerin Kanae Kimura in regelmäßigen Abständen Kalligraphie-Kurs.

collage shodo 400

 

 

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