Origami

Esskultur

Sprache & Kalligraphie

Teezeremonie

Reisen

Ikebana

VERANSTALTUNGSHINWEISE

Tagesreise der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Hannover Chadokai e.V. in das Museum für Lackkunst in Münster

Datum: Sonnabend, den 28. Oktober 2017

Das Museum für Lackkunst in Münster ist eine Einrichtung der BASF in Münster. Das im Herzen der Stadt gelegene Museum zeigt eine weltweit einzige Sammlung von Lackkunst aus Ostasien, Europa und der islamischen Welt mit Objekten aus über zwei Jahrtausenden. Sowohl traditionelle als auch zeitgenössische Aspekte der Lackkunst werden durch regelmäßig stattfindende Sonderausstellungen vertieft. 

Die Entstehungsgeschichte des Museums ist auf zwei passionierte Sammler zurückzuführen: Unser Vorstandsmitglied, Dr. Claudia Fortagne, hat in Hiroshima „Urushi", die japanische traditionelle Lackkunst, studiert und hat in dieser Disziplin promoviert. Im vergangenen Jahr hat sie in einem Vortrag „Urushi“ vorgestellt und eigene Arbeiten präsentiert. Sie wird die Gruppe begleiten und durch ihre Vermittlung erhalten wir eine Führung durch die dortige Leiterin Dr. Monika Kopplin, eine ausgesprochene Kennerin der Lackkunst.

Im Anschluss an die Führung werden wir im Restaurant Gabriel’s im Kaiserhof, nur wenige Schritte vom Museum entfernt, den kulinarischen Genüssen frönen können. Kunst und köstliche Speisen harmonieren perfekt. Ein 2-Gang-Menü mit einem alkoholfreien Getränk wird für uns speziell zubereitet.

Weiter Details zum Programmablauf und zur Anmeldung finden Sie im > aktuellen Programm der DJG Hannover auf S. 12-13.

Es stehen Es stehen 20 Plätze zur Verfügung, Teilnahme nach Eingang der Anmeldungen.

Ernst gemeinte Höflichkeit

Der Schriftsteller Matthias Politycki schildert am 24.09.2015 im Maestro-Saal des Künstlerhauses seine Erlebnisse in Osaka, liest Lyrik und aus seinem neuesten Buch „42,195“

Gegen Ende der Veranstaltung fragt eine Dame aus dem Publikum die Frage, die Japan-Liebhaber und –kenner immer wieder gestellt bekommen: „Man hört so viel über die sprichwörtliche Höflichkeit der Japaner, aber eben auch, dass sie nur gestellt und nicht ernst gemeint ist. Wie sehen Sie das?“

Matthias Politycki zögert einen Augenblick und überlegt. Überhaupt lässt er sich bei seinen Antworten Zeit, überlegt genau und wägt seine Worte ab. In der Tat seien die Japaner ausgesucht höflich, so sagt er schließlich, und ausgesprochen gastfreundlich. Sicherlich habe dies mit einer kulturellen Prägung zu tun, die sich über Jahrhunderte ausgebildet habe und ein wesentliches Element des Umgangs der Japaner miteinander sei. Aber auch wenn er hinter die Fassade blicken konnte, habe er dort genau die Höflichkeit und Herzlichkeit vorgefunden, die ihm auch als Fremder am Anfang entgegengebracht wurde. Ja, er könne behaupten, die Höflichkeit der Japaner sei ernst gemeint. Außerdem sei es ja prinzipiell nicht schlecht und schade ja nicht, höflich zu sein.

Etwas, was Deutschland von Japan lernen könne. Dies war auch die Überschrift eines Artikels, den Herr Politycki im Oktober 2014 im Hamburger Abendblatt veröffentlichte: „Was wir von Japan lernen können.“ Was können wir von Japan lernen? Tugenden wie Disziplin, Höflichkeit, Rücksichtnahme und Respekt sind in Japan gelebte Wirklichkeit, über Jahrhunderte ausgeprägt und regeln den japanischen Alltag effizient und unaufgeregt. Etwas, was in Deutschland auch einmal gelebte Wirklichkeit war, so Politycki, aber verloren gegangen sei. Er hätte nach Japan reisen müssen, um sich daran zu erinnern. Doch der Lernprozess ist nicht einseitig. Auch Japan könne von Deutschland lernen: Emotionen zuzulassen, seine Meinung zu äußern, sich nicht mit bunten Abziehbildern von Kuscheltieren, die es in Japan an jeder Straßenecke zu „bestaunen“ gibt, einlullen zu lassen.

Politycki 250

Die Erlebnisse wurden von dem Schriftsteller Politycki in Lyrik verarbeitet, meist in strengen Formen wie Tanka, Haiku oder dem Sonett. Warum diese strengen Formen?, fragt Moderatorin und Gesprächspartnerin Susanne Schieble. Es sei wie beim Laufen, so antwortet Politycki mit einem Schmunzeln, es geht um Disziplin. Sich zu disziplinieren, keine Worte zu verschwenden, nicht zu viel (aber auch nicht zu wenig) zu Papier zu bringen, um sich auszudrücken. Das sei eine große Kunst, weil es schwer sei. Ausufernd zu schreiben, sei leichter. Wie sein Läufer- und Schriftstellerkollege Haruki Marukami sieht Politycki im Laufen und Schreiben mehr Gemeinsamkeiten, als es auf den ersten Blick scheint: beides benötigt Durchhaltevermögen, Kraft, Zähigkeit und Leidensfähigkeit. Er wundere sich, so Matthias Politycki, dass nicht mehr Schriftstellerkollegen laufen. Auch viele Ideen für seine Bücher entstehen beim Laufen, da der Geist ganz auf sich selbst reduziert ist.

Das Thema Laufen beschäftigt Politycki, seitdem er 16 Jahre alt ist. In Osaka ist er einen Halbmarathon gelaufen und hat auf diese Weise die Gerüche, die Geräusche und auch die Schönheit der Stadt auf individuelle Weise in sich aufgesogen. Das sei immer so, versichert er. Er sei am Morgen auch in Hannover gelaufen und an einem Seitenarm des Maschsees gelandet. Wie wunderschön es dort sei, schwärmt Politycki. Dies hätte er nie herausgefunden, wenn er nicht laufen würde. Und dann sei er durch die Eilenriede zurück, wie grün Hannover doch sei!

In Hamburg lief er mit seinem japanischen Laufpartner den Marathon, ein einzigartiges Erlebnis, da beide den Schmerz durchlaufen haben und sich dadurch eng verbunden fühlten – ohne Sprache. Die Verständigung beim Laufen funktioniert durch das gemeinsame Leiden und das gemeinsame Ziel vor Augen. „Das Wichtigste ist die Medaille“, versichert Politycki und liest auch eine entsprechende Passage aus seinem gerade erschienenen Lauf-Buch „42,195“ vor. Natürlich sei sie nur ein Stück Blech, aber emotional von höchster Wichtigkeit, da sie den Erfolg über sich selbst symbolisiert. Wenn er im Oktober nach Osaka zurückkehrt, wird er mit seinem japanischen Lauf-Freund den Osaka-Marathon laufen. Sein Freund schreibe E-Mails aus Japan, die er offensichtlich durch einen Sprach-Übersetzer jage. Es kämen lustige Sätze dabei heraus. „Aber zwischendrin“, versichert Politycki, „leuchten einige Wörter oder Teile des Satzes daraus hervor und ragen heraus.“ Wie begriffliche Edelsteine. Der Läufer wird so zum Symbol der Postmoderne, zur globalisierten Figur. Die Verständigung läuft nicht über die Sprache, sondern über das Laufen selbst.

Auch der Abend mit Matthias Politycki war ein solcher Edelstein. Zum Schluss zeigte er nochmals seine Bilder von Osaka und erklärte jedes einzelne davon. Bei vielen im Publikum weckte dies die Sehnsucht, (wieder) nach Japan zu reisen oder sich (noch) intensiver mit Japan zu beschäftigen.

Danke, Matthias Politycki, für diesen wunderbaren Abend.

Ebenso ein Dank an das Kulturbüro der Stadt Hannover, das der Kooperationspartner der DJG Hannover für diese Veranstaltung war.

Dr. Susanne Schieble, Präsidentin

 

 

„Was für ein toller Abend – und so lecker“
Besuch der Teilnehmer des 9. Youth Summit „Hallo Deutschland“ der DJGG
am 24.08.2015 bei der DJG Hannover

Gemeinsames Essen verbindet – das konnten alle, die dabei waren, am 24.08.2015 mit Fug und Recht behaupten. Die DJG Hannover veranstaltete einen gemeinsamen Grillabend mit den Teilnehmern des 9. Youth Summit „Hallo Deutschland“, der die Teilnehmer nach Hannover, Wolfsburg und Berlin führte und am 23. und 24.08.2015 Halt in Hannover machte.

Der Grillabend fand im KiK-Haus (Kunst-in-Kontakt) statt, das wunderschön an den Herrenhäuser Gärten gelegen, einen idealen Rahmen bot, um die rund 60 Gäste optimal zu bewirten. Zwei Grills standen zur Verfügung, an dem Klaus Schieble und Yasuko Götte kulinarische Köstlichkeiten von Würstchen, Steaks über vegetarisches Grillgut bis hin zu Gemüse zubereiteten.
Die Gäste verteilten sich über die mit Zelten und wunderschön mit Lampions und Windlichtern dekorierte Veranda und die gemütlich mit Korbmöbeln ausgestatteten Innenräume. Es war die erste Gelegenheit für die deutschen und japanischen Teilnehmer, so betonte die Präsidentin des DJJG (Deutsch-Japanische Jugendgesellschaft e.V.), ungezwungen miteinander ins Gespräch zu kommen.

HD1 400

Foto: Teilnehmer des 9. Youth-Summit der DJGG


Man hatte den Eindruck, dass dies überhaupt kein Problem war und sich die Teilnehmer über viele Jahre kennen würden. Dies lag sicherlich auch an den hervorragenden Sprachkenntnissen der Teilnehmer: viele Japanerinnen und Japaner konnten Englisch und zum Teil sehr gut Deutsch, während viele Deutsche Japanisch sprechen konnten. Matthias Hirschfeld, der Koordinator des VDJG und in Hannover ansässig, war sichtlich stolz auf seine Gruppe: „Dass die jungen Leute so schnell vertraut miteinander sind, ist erstaunlich, aber einfach wunderbar.“ Sowohl Ariane Herold als auch Matthias Hirschfeld lobten die von den Vorstandsmitgliedern der DJG Hannover geschaffene gemütliche und ungezwungene Atmosphäre. Die vielen Helferinnen der DJG Hannover sorgten stets dafür, dass genug Essbares, aber auch Trinkbares vorhanden war. Zum Schluss gab es ein großes Lob der Verantwortlichen und ein tolles Abschiedsfoto, das die Atmosphäre des Abends sehr gut transportiert.

HD2 400

Foto: Gruppenfoto des 9. Youth Summit der DJGG


Bedanken muss ich mich für das Vertrauen, das Frau Herold und Herr Hirschfeld der DJG Hannover entgegengebracht haben. Ganz besonders bedanken möchte ich mich bei Klaus Schieble und Yasuko Götte für die unermüdliche und unerschöpfliche Grilltätigkeit sowie bei Frau Götte für das Besorgen des Fleisches und des Brotes.

BHD1 400

Foto: Dr. Klaus Schieble, Yasuko Götte

Dank sage ich auch meinen Vorstandskolleginnen für das Bereitstellen der Salate sowie für die tolle Bewirtung der Gäste am Abend selbst sowie ein großes Danke an die Betreiber des KiK-Hauses Helmut und Charlotte für die Bereitstellung des Hauses und seines Innenlebens. Ihr alle habt zum Gelingen eines wunderbaren und harmonischen Abends beigetragen!

Dr. Susanne Schieble, Präsidentin DJG Hannover

 

Zauber im japanischen Hain und in Schwerin: Konnichi wa Schloss Mitsuko
Wochenendreise der DJG Hannover vom 22. bis 23.08.2015

Von Dr. Susanne Schieble

Am Wochenende 22./23.08.2015 war es endlich soweit: mit 25 Teilnehmern fuhr die DJG Hannover zum Schloss Mitsuko ins Mecklenburger Parkland. Angeführt von der Präsidentin der DJG Hannover, Dr. Susanne Schieble, und hervorragend organisiert von Vorstandsmitglied Gisela Klawikowski ging es morgens um 7:00 Uhr in Hannover los. Bestens gelaunt traf die Reisegruppe um 13:00 Uhr am Schloss Mitsuko ein und wurde von Schlossherr Herrn Prof. Heinrich Johann Radeloff begrüßt.

Das Schloss Mitsuko wurde von Herrn Prof. Radeloff und seiner Familie von einem traditionellen Gutshaus in einen Ausstellungsort für traditionelle und zeitgenössische Kunst und Kultur verwandelt. Die Ausstellung zeigt Tuschbilder, Kalligraphien, kunstvolle Kimonos und Utensilien der Zen-Meditation. Der Gewölbekeller beeindruckt mit einer umfangreichen Sammlung an Porzellanfiguren und Gebrauchskeramik aus dem 20. Jahrhundert.

Mitsuko2 400

Foto: Prof. Radeloff und Teilnehmer der Wochenendreise

Mitsuko1 400

Foto: Schloss Mitsuko

Benannt ist das Schloss Mitsuko nach der geliebten Ehefrau von Herrn Prof. Radeloff. Frau Radeloff ist eine wahre japanische Lady und stammt aus einer Seitenlinie der Shogun-Dynastie der Tokugawa, die Japan über 200 Jahre lang während der Edo-Zeit regierte. Sie empfing unsere Reisegesellschaft mit ausgesprochener Höflichkeit und Herzlichkeit – und mit einem hervorragenden japanischen Mittagessen, das keine Wünsche offen ließ. Unterstützt wurde sie dabei von dem Deutsch-Japanischen Freundschaftskreis, der sich zur Erhaltung und Pflege der Schätze von Schloss Mitsuko gegründet hatte und ihrer reizenden Tochter.

Familie Radeloff übernahm 2002 das ehemalige Gutshaus und restaurierte es nach und nach. Seither hat sich dieses 1860 erbaute Haus zu einem Ausstellungsort für traditionelle und zeitgenössische japanische Kunst und Kultur etabliert. Dank Leihgaben und Schenkungen deutscher und japanischer Förderer und Freunde gibt es hier eine Reihe großartiger Exponate zu bewundern.
Der bei Rostock geborene Künstler Heinrich Johann Radeloff lebte und arbeitete von 1964 bis vor wenigen Jahren in Kyoto; Er widmete sich der Tuschmalerei. 2001 kehrte er mit seiner japanischen Ehefrau in seine mecklenburgische Heimat zurück. Er führte mit großem Fach- und Detailwissen sowie ausgesprochen launig und humorvoll durch die Ausstellung.
„Ein Fenster nach Japan“ wollte er öffnen. Er suchte und fand das ehemalige Gutshaus.

Danach folgte eine Führung durch den Deutsch-Japanischen Hain, der zum Verweilen und Meditieren einlädt. Am „Schrei-Felsen“ hielt die Gruppe inne und durfte einmal laut schreien – was zur Reinigung von Körper und Seele beiträgt. Besonders beeindruckend waren die vielen Nischen und verwunschenen Ecken, die auch viele Künstler – vor allem aus Japan – anlockt, um ihre Kunstobjekte in und um Schloss Mitsuko zu gestalten oder auszustellen.

Mitsuko5 400

Foto: Hain im Schloss Mitsuko

Nach einer erneuten reichhaltigen Stärkung bei Kaffee/Tee und Kuchen im Schloss, bei der die Reisenden erneut die fantastische Gastfreundschaft der Familie Radeloff genießen durften, brach die Reisegesellschaft mit vielem Winken und Abschiednehmen nach Schwerin auf.

Nach dem Einchecken im Hotel „Niederländischer Hof“ direkt am Pfaffenteich und einer kurzen Pause ging es in das Kulturzentrum „Speicher“, wo uns das mitreißende Frauenensemble „Trude träumt von Afrika“ mit spitzen Sprüchen, spitzfindigen Dialogen und einer mitreißenden Trommel- und Percussiondarbietung erfreute und unterhielt. Das war Frauenkabarett vom Feinsten, gespickt mit temperamentvollen und hintergründigen Trommeleinlagen. Alle Teilnehmer fühlten sich wunderbar unterhalten.

Danach konnte jeder machen was er wollte: einige spazierten noch rund um den Pfaffenteich, einige tranken noch einen Absacker in den vielen Bars in der Altstadt und wieder andere suchten noch ein Restaurant, was noch geöffnet war, um eine Kleinigkeit zu essen. Ein wunderbarer Tag ging zur Neige.

Mitsuko3 400

Am nächsten Morgen waren alle, gestärkt durch das reichhaltige Frühstücksbuffet, gut gelaunt und munter und bereit für die Stadtrundfahrt, die sich fast ausschließlich auf das Schweriner Schloss konzentrierte, das ein Kleinod des Klassizismus darstellt. Nach einem mehr als reichhaltigen Mittagessen ging es wieder auf die Autobahn Richtung Hannover. Unser Busfahrer Heiko brachte uns wohlbehalten nach Hause.

Dieses Wochenende wird uns noch lange in Erinnerung bleiben, denn es verband japanische Kultur mit mecklenburgischer Landschaft und Hamburger Kabarett mit Schweriner Architektur: vielseitig, mitreißend, tiefsinnig und manchmal melancholisch, denn was, so fragten sich viele Reiseteilnehmer auf dem Weg nach Hause, soll einmal aus Schloss Mitsuko werden, wenn sich das Ehepaar Radeloff nicht mehr darum kümmern kann?
Uns, die wir an der Reise teilnehmen durften, bleibt aber ein unvergessenes Wochenende im Gedächtnis und macht Lust auf mehr: die Japanreise der DJG Hannover, die im März/April 2016 startet, wirft schon ihre Schatten voraus.

 

 

Das deutsch-japanische Sommerfest trotzt dem Regen und lockt viele Besucher an!

Bericht: Dr. Susanne Schieble, Fotos: Marc Schmidt

„Wunderbar, dass trotz des Regens so viele Menschen gekommen sind!“
Dieses Urteil trafen die Mitglieder der DJG Hannover nach dem Ende des Sommerfestes am Sonntag, 12. Juli, gegen 18:00 Uhr. Als letzte Teilnehmer packten die Mitglieder des Mahjong-Vereins ihre Sachen zusammen und verließen hochzufrieden den Stadtpark hinter dem HCC, der auch dieses Mal ein ideales Gelände bot, um Japan in seiner ganzen Vielfalt den Hannoveranerinnen und Hannoveranern vorzustellen. Die Mahjong-Tische waren bis zum Schluss umlagert, genauso wie der Essens- und Getränkestand von Sakai Shoten aus Hamburg.

Die angebotenen Teezeremonien von Prof. Kruse und Frau Götte waren alle bis auf den letzten Platz ausgefüllt, die einzelnen Stände von Keramik bis Bonsai, von Manga-Zeichnen bis Origami, von interessierten Menschen umlagert.

DJG Sommerfest 0008 IMG 7073 400

Foto: Teezeremonie mit Prof. Kruse (© Marc Schmidt)

Dabei hatte es gegen 12:00 Uhr noch sehr düster ausgesehen – im wahrsten Sinne des Wortes. Der Himmel war grau und bedeckt, es regnete Bindfäden. Doch gegen 14:00 Uhr, als Nanami Daiko aus Nordstemmen das Sommerfest mit ihren kraftvollen Schlägen auf die Taiko-Trommeln eröffnete, machte der Regen eine Pause, ebenso während der offiziellen Begrüßung durch die Präsidentin der DJG Hannover, Frau Dr. Susanne Schieble, die insbesondere für die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Kulturbüro und dem FB Umwelt und Stadtgrün sowie dem HCC dankte.

DJG Sommerfest 0003 IMG 6663 400

Foto: Nanami Daiko (© Marc Schmidt)

Es folgten die Grußworte von Herrn Konsul Anzawa, der eigens mit seinem Sohn aus Hamburg angereist war sowie Herrn Bürgermeister Herrmann, der zusammen mit seiner Frau das Sommerfest beehrte. In ihren Grußworten strichen Herr Konsul Anzawa und Herr Bürgermeister Herrmann die völkerverbindende Arbeit der DJG Hannover ebenso heraus wie das Gedenkjahr zum 70. Jahrestag des Atombombenabwurfs, in dessen Rahmen das Sommerfest stattfand.

DJG Sommerfest 0005 IMG 6831 400

Foto: Begrüßung durch Konsul Anzawa (© Marc Schmidt)


Das anschließende Bühnenprogramm moderierte Dr. Beate Brase. Auf der Bühne waren viele bekannte Hannoversche Künstler zu sehen und zu bewundern: Mitglieder der Hannover Theater Company präsentierten Auszüge aus dem Hannover-Musical „Kröpcke“ und ernteten zu Recht viel Applaus der Zuschauer, die die Bänke trotz des wieder einsetzenden Regens vor der Bühne bis auf den letzten Platz gefüllt hatten. Mit ihren phantasievollen Kostümen boten sie nicht nur einen Ohren- sondern auch einen Augenschmaus.

DJG Sommerfest 0007 IMG 6864 400

Foto: Hannover Theater Company (© Marc Schmidt)

Tanja Lea Eichler und der Pianist Adam Szabo rundeten das Programm mit Jazz-Klängen ab und trotzten dem wieder stark einsetzenden Regen.
Zum Schluss waren alle zufrieden, die Standbetreiber ebenso wie die Künstler und die Veranstalter, da sich so viele Menschen vom Wetter nicht abhielten und ihr Interesse an der japanischen Kultur demonstrierten.

DJG Sommerfest 0011 IMG 7111 400

 

Foto: Demonstration japanischer Kampfsport- und Kampfkunstarten (© Marc Schmidt)

Dies ist wieder einmal der Beweis dafür, dass das traditionelle Sommerfest der DJG Hannover in die Kulturlandschaft der Landeshauptstadt Hannover integriert und fester Bestandteil ist. Wir freuen uns schon auf 2017 und eine neuerliche Austragung des Sommerfestes – dann hoffentlich bei Sonnenschein!

 

„Wir lieben dieses Haus, auch wenn es manchmal unbequem ist.“

Lesung mit Monika Marutschke aus ihrem Buch „Mein Kyoto“ in der Städtischen Galerie KUBUS
am Mittwoch, 11.02.2015. Führung von Ilse Paul.

„Mein Kyoto“ ist ein ungewöhnliches Buch über die alte Kaiserhauptstadt, gleichzeitig kulturelles Zentrum Japans. Es besticht durch einen außergewöhnlichen und sehr persönlichen Zugang. Monika Marutschke, die Autorin dieses Buches, lebt seit 2004 in Kyoto, weilt aber z.Zt. in Deutschland, so dass sie auf Einladung der DJG Hannover in Zusammenarbeit mit dem Kulturbüro der Stadt Hannover im KUBUS aus ihrem großartigen Buch lesen konnte. Die Städtische Galerie war dabei ein ganz wunderbarer Rahmen, denn dort ist z.Zt. die Ausstellung „PENvolution. Kommunikation und Kreativität im Wandel durch Digitalisierung“, u.a. mit Beteiligung der beiden japanischen, aus Hiroshima stammenden Künstler Prof. Tatsuo Ebisawa, Shige Fujishiro (jetzt in Hannover lebend) und der Künstlerin Ai Kobayashi zu sehen und zu erleben. Die Gäste hatten die Gelegenheit, vor der Lesung durch die Ausstellung geführt zu werden.

WP 20150211 006 V2 400

Foto: Ausstellung "PENvolution. Kommunikation und Kreativität im Wandel durch Digitalisierung"

Sehr persönlich gerieten die Passagen des Buches über Monika Marutschkes Wohnhaus in Kyoto, das aus den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts stammt. Das Haus, so Marutschke, lebt und atmet – und die Menschen, die in ihm leben, müssen sich ihm anpassen, nicht umgekehrt.

Auch die Jahreszeiten, die in Japan sehr ausgeprägt sind, erlebt man viel intensiver in diesem Haus, so dass die Autorin auch ausführlich auf sie einging. Kyoto atmet im Rhythmus der Jahreszeiten und mit jeder verbindet jeder Einwohner in Kyoto bestimmte Pflanzen und eine unsagbare Blütenpracht. Jede Jahreszeit verbreitet eine intensive Stimmung, die sich über die Stadt legt.

WP 20150211 011 V2 400

Foto: Lesung "Mein Kyoto" (v. l.: M. Marutschke, H. Schmidt-Plachta)

Die studierte Japanologin wusste einfühlsam darüber zu berichten, so dass eines ganz deutlich wurde: ihr Herz hängt an Kyoto – und ihr Buch ist eine einzige und einzigartige Liebeserklärung.

Dr. Susanne Schieble, Präsidentin der DJG Hannover

 

 

Neujahrsfest 2015 - Ein Konsul und zwei Bürgermeister begrüßen das japanische „Jahr des Schafs“

Die Deutsch-Japanische-Gesellschaft hat mit rund 200 Gästen das „Jahr des Schafes“, letztmalig im Bankettsaal des Maritim Grand Hotels, begrüßt. „Wir müssen uns eine neue Heimat suchen“, bedauerte Dr. Susanne Schieble, Präsidentin der DJG Hannover, diesen Umstand, denn das Maritim Grand Hotel wird Ende des Jahres aufgrund von Sanierungs- und Umbauarbeiten geschlossen. Schieble betonte die stets konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit und versicherte, dass die DJG Hannover mit „Beharrlichkeit und Besonnenheit, für die das Schaf symbolisch steht“, die kommenden Aufgaben der DJG Hannover angehen werde.

Bürgermeister Thomas Herrmann würdigte die völkerverständigende Arbeit, die die DJG Hannover seit über 25 Jahren leiste und hob die Wichtigkeit dieser Arbeit besonders im Jahre 2015 hervor, in dem sich der Atombombenabwurf auf Hannovers japanische Partnerstadt Hiroshima und Nagasaki zum 70. Mal jährt. Der eigens aus Hamburg angereiste japanische Konsul Fukagawa machte Hoffnung darauf, dass das Konsulat in Hamburg wieder in ein Generalkonsulat umgewandelt werde und verabschiedete sich zugleich von den zahlreichen Gästen. Nach knapp zwei Jahren kehrt er nach Japan zurück. In Hannover sei er besonders gern, man fühle sich gleich wohl, erklärte der Konsul, was für viel Applaus unter den Gästen sorgte, unter denen auch Bürgermeisterin Regine Kramarek war.

Ein buntes und vielfältiges Kulturprogramm rundete das gelungene Fest ab. Die Trommelgruppe Nanami Daiko wirbelte mit 10 Trommlerinnen über die Bühne und ließ die Luft vibrieren. Die beiden Sopranistinnen Tanja Lea Eichler und Yoshiko Hirschfeld-Ikeshiro sorgten mit ihren großartigen Stimmen für einen würdigen Rahmen. Beim „Duetto buffo di due gatti“ von Rossini duellierten sie sich als konkurrierende Katzen, was für manches Schmunzeln unter den Gästen sorgte. Eichler führte auch das Jazz-Trio an, das mit leichten Klängen das Fest musikalisch abrundete. Keramik vom Ehepaar Dr. Kamino und Kimonostoffe von Hans-Heinrich Kloodt repräsentierten traditionelle Handwerkskunst im Foyer des Hotels.

Mit dem zu Neujahr traditionellen Sake-Fass-Anstich, der einen für langes Leben sorgenden Sake versprach, klang das Neujahrsfest der DJG Hannover aus.

> Bericht zum Download: Link PDF

IMG 3861 400

Foto: Sake-Fass-Anstich beim Neujahrsfest 2015

 

Die DJG Hannover zu Gast bei der NDR1-Plattenkiste

Moderatorin Martina Gilica staunte nicht schlecht, als Frau Renate Schaadt, Ehrenpräsidentin der DJG Hannover, ihr von ihren ersten Japanreisen erzählte. Sie begleitete den Hannoverschen Mädchenchor nach Japan, der sogar vor dem Kaiser singen durfte. Dies ist nur eine von vielen aufregenden Geschichten aus der bewegten Historie der DJG Hannover, die am Dienstag, 12.01.2015, in der NDR Plattenkiste bei NDR 1 zu Gehör kamen. Frau Schaadt und Frau Dr. Susanne Schieble, Präsidentin der DJG Hannover, waren bei Frau Gilica zu Gast, um die DJG Hannover vorzustellen, nicht nur ihre Geschichte, sondern in welcher Weise sie den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Hannover und der Region die japanische Kultur und die Menschen Japans vertraut macht. Frau Dr. Schieble stellte viele Projekte und Veranstaltungen, darunter das Neujahrs-, Kirschblüten- und Sommerfest, Workshops und Vorträge zu den unterschiedlichsten Themen über Japan, die Literaturkurse und den japanischen Sprachzirkel vor. Besonders interessant fand Frau Gilica die angebotenen Kochkurse sowie die nächste Japanreise, die 2016 stattfinden wird und die Delegation der DJG Hannover nach Tokyo, Kyoto, Nara, in Hannovers Partnerstadt Hiroshima und auf die kleinste der fünf Hauptinseln, Shikoku führen wird.

Musik, die sich Frau Schaadt und Frau Dr. Schieble wünschen durften, umrahmte das informative und amüsante Gespräch zur Mittagszeit mit Frau Gilica, das in entspannter Atmosphäre stattfand. Die Stunde verflog viel zu schnell!

Plattenkiste 400

Foto: Die DJG-Hannover zu Gast bei der "Plattenkiste".

V. l. n. r.: Fr. Dr. Schieble, Fr. Gilica, Fr. Schaadt

 

 

Kontakt

> Zum Kontaktformular gelangen Sie hier: Link

Mitgliedschaft

> Weitere Informationen finden Sie hier: Link

Impressum

> Weitere Informationen finden Sie hier: Link