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VERANSTALTUNGSHINWEISE

Tagesreise der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Hannover Chadokai e.V. in das Museum für Lackkunst in Münster

Datum: Sonnabend, den 28. Oktober 2017

Das Museum für Lackkunst in Münster ist eine Einrichtung der BASF in Münster. Das im Herzen der Stadt gelegene Museum zeigt eine weltweit einzige Sammlung von Lackkunst aus Ostasien, Europa und der islamischen Welt mit Objekten aus über zwei Jahrtausenden. Sowohl traditionelle als auch zeitgenössische Aspekte der Lackkunst werden durch regelmäßig stattfindende Sonderausstellungen vertieft. 

Die Entstehungsgeschichte des Museums ist auf zwei passionierte Sammler zurückzuführen: Unser Vorstandsmitglied, Dr. Claudia Fortagne, hat in Hiroshima „Urushi", die japanische traditionelle Lackkunst, studiert und hat in dieser Disziplin promoviert. Im vergangenen Jahr hat sie in einem Vortrag „Urushi“ vorgestellt und eigene Arbeiten präsentiert. Sie wird die Gruppe begleiten und durch ihre Vermittlung erhalten wir eine Führung durch die dortige Leiterin Dr. Monika Kopplin, eine ausgesprochene Kennerin der Lackkunst.

Im Anschluss an die Führung werden wir im Restaurant Gabriel’s im Kaiserhof, nur wenige Schritte vom Museum entfernt, den kulinarischen Genüssen frönen können. Kunst und köstliche Speisen harmonieren perfekt. Ein 2-Gang-Menü mit einem alkoholfreien Getränk wird für uns speziell zubereitet.

Weiter Details zum Programmablauf und zur Anmeldung finden Sie im > aktuellen Programm der DJG Hannover auf S. 12-13.

Es stehen Es stehen 20 Plätze zur Verfügung, Teilnahme nach Eingang der Anmeldungen.

DJG Sommerfest

„Was für ein vielfältiges Programm!“

Bei trockenem Wetter kamen zum Sommerfest der DJG Hannover ca. 3000 Besucher in den Stadtpark

Das hatte es schon lange nicht mehr gegeben: endlich war der Wettergott der DJG Hannover wohl gesonnen und schickte während des traditionellen deutsch-japanischen Sommerfestes Natsumatsuri außer einem bewölkten Himmel und einigen kleinen Tropfen endlich einmal keinen Regen zum Stadtpark.

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Traditionell eröffnete Nanami Daiko aus Nordstemmen mit kraftvollen Trommelschlägen das bunte Treiben, das in diesem Jahr ein vielfältiges Programm beinhaltete. Deutlich mehr Stände als vor zwei Jahren präsentierten den Besuchern, die nicht zuletzt aufgrund des Berichtes in der NDR-Sendung „Lust auf Norden“ in Scharen in den Stadtpark strömten, viele kulturelle Traditionen, aber auch Modernes aus dem Land der aufgehenden Sonne: von Kimonostoffen über Keramik, japanischen Geschenkartikeln, Bonsai, Origami und Kalligraphie bis zu von Manga inspiriertem Schmuck.

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Auch das kulinarische Wohl kam durch die Verkostung von japanischer Schokolade sowie dem Angebot von SakaiShoten nicht zu kurz. Go- und Mah-Jong-Tische luden zum Mitspielen ein.

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Nach der Vorstellung der japanischen Sportarten auf der Bühne konnten sich die Besucher über Kampfkunst und –sport sowie über die Heilmethode Shiatsu informieren und bekamen Kostproben geboten.

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Das Bühnenprogramm startete um 15.00 Uhr und hatte es in sich. Die Frauenkabarettgruppe „Die Pudernäschen“ präsentierten Auszüge aus ihrem schräg-charmanten Programm, und das Jazz-Duo, bestehend aus Tanja Lea Eichler (Gesang) und David Kölling (Klavier) unterhielten mit Jazzklängen von Gershwin bis Cole Porter.

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Höhepunkt war die Modenschau von japan-inspirierter Mode des Designer Sinfonie Modecafés. Die Mode und die Models erhielten wie alle Darbietungen viel Applaus.

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In ihren Grußworten betonten Bürgermeister Thomas Herrmann und Generalkonsul Takao Anzawa, der eigens aus Hamburg angereist war, die Bedeutung der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Hannover für den Kultur- und Bürgeraustausch zwischen Hannover und Japan. Insbesondere wies Herr Generalkonsul Anzawaauf die Japanwoche der DJG Hannover im März diesesJahres hin, die die Bürgerinnen und Bürger auf die CeBIT, bei der Japan Partnerland war, einstimmte.

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Einfühlsam führte das Vorstandsmitglied Gabriele Ciecior durch das Programm, das ein voller Erfolg war und die Besucher vortrefflich unterhielt.

Dr. Susanne Schieble, Präsidentin DJG Hannover


Ausstellungseröffnung

"Begegnungen hinter Stacheldraht. Deutsche Kriegsgefangene im Lager Bandō in Japan 1917–1920"

Dr. Susanne Schieble und Prof. Dr. Franz Renz vom Vorstand der DJG Hannover hatten die Gelegenheit, den Gouverneur der Präfektur Tokushima, Kamon Iizumi, bei der Ausstellungseröffnung "Begegnungen hinter Stacheldraht. Deutsche Kriegsgefangene im Lager Bandō in Japan 1917–1920" in Lüneburg am 26.04.2017 wieder zu sehen.

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Foto: Kamon Iizumi, Dr. Susanne Schieble

Frau Schieble war 2016 mit einer Delegation der DJG Hannover zu Gast in Tokushima und lernte dort den Gouverneur kennen. Tokushima ist die Partnerpräfektur des Landes Niedersachsen.

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Foto: Kamon Iizumi, Prof. Dr. Franz Renz


Von Kranichen, Kleidern, Kimonos und Kanjis…

Die DJG Hannover war mit einem Messestand auf der CeBIT vertreten

Als die Deutsche Messe AG an die DJG Hannover mit der Frage herantrat, ob sie in Kooperation mit der Deutschen Messe einen Stand bei der CeBIT betreiben wolle, um die Besucher auf das Partnerland Japan einzustimmen, war es für die Vertreter der DJG Hannover keine Frage: ja, das machen wir!

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Foto: (C) Copyright Deutsche Messe

So kam es, dass vom 20. bis 24.03.2017 am Eingang Nord die Besucher, die auf die CeBIT strebten, mit feinsten Origami-Gebilden wie Kraniche, Schmetterlinge, Kleider, Schachteln und vieles mehr in allen Formen und Farben empfangen wurde. Frau Betscher von Origami-Deutschland sowie Frau Meyer und Frau Klawikowski falteten unermüdlich.

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Foto: (C) Copyright Deutsche Messe

Vor dem Hintergrund wunderschöner Kimonos, die Veronika Nagata von Kimono-Kimono aus Düsseldorf zur Verfügung gestellt hatte, beeindruckten Kanae Kimura und Yasuko Götte mit zarten oder auch kräftigen Kalligraphien, die, ebenso wie die Origami-Kunstwerke, zum Mitnehmen erstellt wurden. Bei den Kalligraphien konnte man sich seinen Namen oder auch einen bestimmten Begriff wie Glück, Friede, Harmonie usw. schreiben lassen. Die Kanjis waren wunderschön, ebenso die gefalteten Kunstwerke aus Papier, die vielen Besuchern ein Lächeln ins Gesicht zauberten. So konnte der Tag für die Messebesucher beginnen – und auch für die DJG Hannover war der Messestand ein Riesenerfolg.

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Foto: (C) Copyright Deutsche Messe

Wir danken ganz besonders Petra Betscher, Yasuko Götte, Kanae Kimura, Gisela Klawikowski, Karin Meyer sowie Veronika Nagata von Kimono-Kimono, Düsseldorf.

Dr. Susanne Schieble, DJG Hannover


„Was Sie hier auf die Beine gestellt haben…“

Japanwoche der DJG Hannover in Kooperation mit der VHS Hannover

09. bis 12.03.2017 in den Räumlichkeiten der VHS

Japan ist dieses Jahr Partnerland der CeBIT. Grund genug, wie Dr. Susanne Schieble in ihrer Begrüßung zur Eröffnung der Japanwoche versicherte, die Bürgerinnen und Bürger Hannovers auf das Partnerland, das für viele immer noch geheimnisvoll und exotisch, aber auf jeden Fall besonders ist, einzustimmen. Yookoso Nihon!

2017 JW Schieble

Zuvor hatte Michael Guttmann, Leiter der VHS Hannover, die Gäste und die Japanwoche in den Räumlichkeiten willkommen geheißen. Frau Dr. Schieble dankte ihm und dem gesamten VHS-Team, insbesondere Frau Mathilde Wasmeier, für ihren unermüdlichen und stets mit einem freundlichen Lächeln begleiteten Einsatz, um diese Japanwoche, die vor einem Jahr nicht mehr war als eine Idee, in die Tat umzusetzen. Ebenso dankte sie ihrem Vorstandsteam und den engagierten Mitgliedern der DJG Hannover, allen voran Heidrun Schmidt-Plachta, Assistent Professor of Ikebana und Lehrerin der Ikenobo-Schule Kyoto. Denn Herzstück der Japanwoche war eine von Frau Schmidt-Plachta und ihren Schülerinnen organisierte Ikebana-Ausstellung mit dem Titel „Der Traum vom Frühling ist nur ein flüchtiges Lied“. Im Laufe der nächsten Tage sollte diese Ausstellung immer wieder Begeisterung bei den Besuchern auslösen. Die eleganten und harmonischen Blumenkunstwerke beeindruckten immer wieder aufs Neue. Auch ungewöhnliche Materialien wie Tetra Paks, ein Rad oder Holzrahmen wurden verwendet.

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Herr Bürgermeister Hermann und Herr Generalkonsul Anzawa, der eigens aus Hamburg angreist war, zeigten sich in ihren Grußworten beeindruckt von der Ausstellung und dem Vielfalt des Angebots der Japanwoche. Herr Bürgermeister Hermann dankte der DJG Hannover ganz besonders für ihr Engagement für den Kulturaustausch zwischen Deutschland und Japan.

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Die Begrüßungen und Grußworte waren aber nur der Auftakt für die eigentliche Eröffnungsveranstaltung. Die 150 Gäste des Eröffnungsabends, weit mehr als die DJG Hannover erwartet hatte, genossen ein Konzert des japanischen Pianisten Moto Harada und der polnischen Sängerin Monika Walerowicz. Sie entführten in das „Land der aufgehenden Sonne, illustriert von Bildern der Japanreise der DJG Hannover 2016 von Christoph Slaby. Die Stimme von Frau Walerowicz und das virtuose Spiel von Moto Harada harmonierten auf das Vortrefflichste. Es war wirklich eine Entführung nach Japan. Die Gäste waren fasziniert von dem Genuss für Auge und Ohr. Langanhaltender Applaus war dafür Beweis genug.

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Beim anschließenden Empfang, der mit freundlicher Unterstützung der Deutschen Messe AG ausgerichtet werden konnte, konnten sich die Gäste stärken und im Gespräch das Gehörte und Gesehene vertiefen. Viele nutzten die Gelegenheit und schlenderten nochmals durch die Ikebana-Ausstellung.

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Der zweite Tag der Japanwoche stand ganz im Zeichen von Ikebana. Heidrun Schmidt-Plachta referierte in ihrem Vortrag kurz über die Historie der Ikenobo-Schule, der ältesten und traditionellsten Schule des Ikebana. Beeindruckend war, was sie im Anschluss in ihrer Demonstration zeigte. Sie fertigte verschiedene Gestecke an, untermalt von japanischer Musik und erklärte die Unterschiede und Besonderheiten.

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Der Samstag stand war geprägt von den Workshops.

Der Origami- und Kalligraphie-Workshop waren ebenso ein Erfolg wie der Kochkurs.

Petra Betscher von Origami-Deutschland führte den Origami-WS durch und zeigte, was man mit Papier, Vorstellungskraft und Präzision für wunderbare Gebilde, seien es Tiere, Pflanzen oder Gegenstände, falten kann.

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Itsuko Cuny entführte die Teilnehmer in die Welt der Kalligraphie. Mit Ruhe und Perfektion führte sie die Pinselstriche aus. Auf diese Weise entstanden beeindruckend schöne Schriftzeichen, die die Teilnehmer des Workshops erlernten.

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Der Japanische Kochkurs war sicherlich ein „Highlight“. Yasuko Götte führte in bewährter Manier in die Geheimnisse der japanischen Kochkunst ein. Und das Beste daran: im Anschluss an die Kocharbeit wurde fürstlich gegessen!

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Es gab aber auch einen Vortrag an diesem Tag. Dr. Susanne Schieble referierte launig, mal amüsant, mal ernst, über die kulturellen Unterschiede zwischen Japan und Deutschland, die sie in ihrer praktischen Tätigkeit als Dozentin für Deutsch und Deutsche Literatur für Japaner erlebt hat. Diese Erfahrungen verband sie mit den unterschiedlichen kulturellen Prägungen, denen die Menschen beider Länder über Jahrhunderte ausgesetzt waren.

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Auch der Sonntag lud durch zwei weitere interessante Workshops zum Mitmachen ein. Die Manga-Künstlerinnen Tina Kajander und Alexandra Sokol-Dahms führten in die geheime Welt der Manga-Malerei ein. Die Kunstwerke, die in ihrem Workshop unter ihrer Anleitung in kürzester Zeit entstanden, waren wirklich beeindruckend.

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Professor Dr. Franz Renz, Vertreter der Leibniz Universität Hannover im Beirat des Zentrums für Hochschulsport und Aikido-Trainer, lud zusammen mit Daniel Marburger zu einem Aikido-Kurs ein. In diesem Kurs konnten die Teilnehmer in die Kunst des friedvollen japanischen Verteidigungssports eintauchen und mitmachen. Als Mitglied im Vorstand der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Hannover und Professor am Institut für Anorganische Chemie der Leibniz Universität Hannover ließ es sich Renz nicht nehmen, im Anschluss zusammen mit einem seiner Doktoranden, Dominik Natke, über verschiedene Aspekte des studentischen und wissenschaftlichen Austausches mit Japan zu referieren. Beide arbeiteten bereits zuvor als Chemiker für längere Zeit in Japan und gingen auf die besonderen kulturellen Unterschiede und Arbeitspraktiken ein. Für die Zukunft sind weitere Zusammenarbeiten im Rahmen eines Austauschprogramms mit der Universität in Tsukuba geplant. Der Schluss des Vortrags und des Wochenendes wurde durch eine rege Diskussion und Kostproben aus dem Land der aufgehenden Sonne abgerundet.

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Bereits am späten Vormittag gab es ein meditatives „Highlight“. Dr. Susanne Schieble las Haiku auf Japanisch, die Schauspielerin Barbara Ellen Erichsen auf Deutsch, untermalt von japanischer Musik, einfühlsam vorgetragen von Agnes Hapsari. Die Fotografin und DJG –Mitglied Marion Schmidt illustrierte mit wunderschönen Fotos die Lesung. Die Zuhörer wurden in die Welt des Haiku entführt und genossen dabei eine Auszeit vom Alltag.

Der Abschluss war noch einmal ein besonderer „Leckerbissen“. Veronika Nagata von „Kimono-Kimono“ war eigens aus Düsseldorf angereist, um mit vielen Models eine Kimono-Modenschau zu präsentieren. Dabei zeigte sie die unterschiedlichen Kimonos, vom Alltagskimono bis zum festlichen Kimono, die unterschiedlichen, aber immer präzisen Verarbeitungen des Materials sowie die differenzierte und diffizile Bindetechnik des Obi. Ein Model wurde von Frau Nagata vollständig angekleidet, wobei die vielen Bänder, die die Stoffe zusammenhalten, beeindruckten. Den Models gebührt dabei besonderer Dank, reisten sie doch aus unterschiedlichen Ecken Deutschlands an – sogar aus Leipzig.

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Zur Abschlussveranstaltung waren noch einmal rund 100 Gäste gekommen – einfach beeindruckend.
Es bleibt, ein unendlich großes „DANKE“ auszusprechen:
Allen Künstlerinnen und Künstlern, Dozentinnen und Dozenten, dem Team der VHS Hannover, dem Vorstand und den Mitgliedern der DJG Hannover für ihren unermüdlichen, zum Teil von Idealismus und ehrenamtlichem Engagement getragenen Einsatz. Ohne Sie alle wäre die Japanwoche nicht zustande gekommen und so ein großer Erfolg geworden!

Dr. Susanne Schieble, Präsidentin DJG Hannover


„Das Jahr des Hahns“ ist ein „Hochkaräter“!

Die DJG Hannover begrüßt mit 110 Gästen mit ihrem traditionellen deutsch-japanischen Neujahrsfest das Jahr 2017.

Text: Dr. Susanne Schieble, Präsidentin DJG Hannover

 

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Foto: 2017 - Das Jahr des Hahns

Bumm – dröhnend rollen die kraftvollen Klänge der großen Taiku-Trommeln durch den Saal des Courtyard by Marriott Hotels am Maschsee und gehen den Zuhörern durch Mark und Bein. Nanami Daiko, die Trommelgruppe aus Nordstemmen, begrüßt auf ihre gewohnt dynamische Art und Weise das Jahr des Hahns und eröffnet das deutsch-japanische Neujahrsfest der DJG Hannover.

Dynamisch und kraftvoll, dazu souverän und selbstbewusst – so ist der Hahn, das Tier, das 2017 das Jahr beherrscht. „Und das können wir auch gut gebrauchen“, so stellt die Präsidentin der DJG Hannover, Dr. Susanne Schieble in ihrer Begrüßung fest, „denn wir haben 2017 viel vor. Durch die deutsch-japanische Brille betrachtet, ist 2017 ein Hochkaräter!“

Das Neujahrsfest bildet da nur den Auftakt zu einer Fülle von Veranstaltungen, die 2017 ins Haus stehen. Japan ist in diesem Jahr Partnerland der CEBIT- dies ist für die DJG Hannover Grund genug, eine Japanwoche in Kooperation mit der VHS Hannover anzubieten. Die Vorbereitungen laufen dazu auf Hochtouren, und die einzelnen Veranstaltungen können auch schon gebucht werden (siehe Programm der DJG Hannover). Aber nicht nur das: in diesem Jahr veranstaltet die DJG Hannover auch wieder das deutsch-japanische Sommerfest Natsumatsuri im Stadtpark hinter dem HCC mit vielen Ständen zu Kunst und Kultur Japans, Mitmachaktionen und einem bunten Bühnenprogramm. Und im Herbst geht es dann wieder nach Japan unter dem Motto „Erleben Sie Japan zur Herbstfärbung“. Dies ist die zweite Japanreise innerhalb von 1 ½ Jahren. Zudem feiert das Land Niedersachsen zusammen mit der Präfektur Tokushima die 10jährige Partnerschaft der beiden Regionen. Aus diesem Anlass wird eine Delegation, angeführt von Gouverneur Iizumi, in Hannover erwartet.

Ja, 2017 wird aus deutsch-japanischer Sicht wirklich ein „Knüller“.

In ihrem Grußwort betonte Frau Bürgermeisterin Regine Kramarek die sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen der Stadt Hannover und der DJG Hannover, während Frau Konsulin Maruyama vom Generalkonsulat in Hamburg die vielen Aktivitäten der DJG Hannover hervorhob.

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Foto: Ehrengäste des Neujahrsfestes 2017

Im Rahmen des Neujahrsfestes konnten viele Ehrengäste begrüßt werden. Aus Hamburg war extra die Erste Hamburger Kirschblütenkönigin Laura Gräwert angereist und verlieh der Veranstaltung sowohl einen bezaubernden als auch einen majestätischen Rahmen. In diesen Rahmen passten zwei Ehrungen von Mitgliedern der DJG Hannover. Frau Brigitta Laqua hatte sich auf eigenen Wunsch bei der letzten Mitgliederversammlung 2016 nicht mehr für den Vorstand zur Wahl aufstellen lassen. Sie war nicht nur 28 Jahre unermüdlich im Vorstand und für die deutsch-japanische Freundschaft tätig, sondern ebenso wie Frau Renate Schaadt, jetzige Ehrenpräsidentin und Frau Yasuko Götte, 2. Vorsitzende der Gesellschaft, deren Gründungsmitglied. Das Neujahrsfest war der würdige Anlass, Frau Laqua für Ihre stets loyale, ausgeglichene und humorvolle Art sowie für ihre qualitativ hochwertige Arbeit zu danken.

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Foto: Frau Laqua, Frau Dr. Schieble

Die zweite Ehrung nahm Frau Prof. Dr. Zwicknagl von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft vor. Frau Dr. Beate Brase, Vorstandsmitglied der DJG Hannover, wurde durch sie für ihre herausragenden Leistungen in der Vermittlung der Physik an Schulen, insbesondere durch die interkulturelle Begegnung, geehrt.

Physik in der praktischen Anwendung demonstrierten im Anschluss der mehrfache Schwarzgurtträger und Vorstandsmitglied der DJG Hannover Prof. Dr. Franz Renz zusammen mit Riho Taguchi und Daniel Marburger in ihrer Aikidovorführung. Dies war nicht nur Kampfkunst vom Feinsten, sondern zum Anfassen, anschaulich moderiert von Herrn Renz.

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Foto: Prof. Dr. Franz Renz (Mitte) zusammen mit Riho Taguchi (li.) und Daniel Marburger (re.)

Das Akkordeonorchester Langenhagen eröffnete den musikalischen Programmteil mit einer Weltreise von Japan bis Deutschland. Unter dem Titel „Musik verbindet Kulturen“ begann das Orchester mit dem Friedenslied von Hiroshima, dann ging es mit Volldampf durch ein Medley des Musicals „Starlight Express“ um mit „What a feeling“ dem abwechslungsreichen und stimmungsvollen Abend angemessen Ausdruck zu verleihen.

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Foto: Akkordeonorchester Langenhagen

Nach dem „Sturm auf das Buffet“ eroberte Yoshiko Hidaka mit ihrer Gitarre die Bühne und entführte launig mit viel Humor in ihre Traumwelten. Mit glasklarer Stimme trug sie sowohl ein japanisches Volkslied als auch Anime-Songs vor.

Das Neujahrsfest wurde umrahmt von der Ausstellung von dem DJG-Vorstandsmitglied Dr. Claudia Fortagne. Unter dem Titel „Urushi – Lackkunst in neuem Licht“ stellte sie ihre Arbeiten zur japanischen Lackkunst aus.

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Foto: Sake-Fass-Anstich

Der traditionelle Sake-Fass-Anstich beschloss das Neujahrsfest. Es war ein rundum gelungener, harmonischer, abwechslungsreicher Abend mit viel Humor – und Dynamik. Ganz so, wie es sich für die Begrüßung des „Jahr des Hahns“ gehört.

 

 

 

 


Besuch aus Fukushima

Eine Delegation von der Universität Fukushima hat im Rahmen eines Besuchs in Hannover wissenschaftliche Kooperationen erörtert. Die Leibniz Universität Hannover hat ein Kooperationsabkommen mit der Universität Fukushima geschlossen.

In Vorträgen, Diskussionen, Vorführungen und Besichtigungen wurden viele wissenschaftliche Themen vertieft. Ein Gegenbesuch für 2017 wurden geplant. Unser DJG Hannover-Vorstandsmitglied Prof. Dr. Franz Renz hat im September 2016 Fukushima besucht und konnte von den Geisterstädten rund um das AKW und dem Schicksal einiger Leute berichten.

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Aikido Seminar mit Pat Hendricks


Am Wochenende vom 21.-23.10.2016 fand das internationale Aikido-Seminar mit Pat Hendricks Shihan , 7. Dan Aikikai, im Olympiastützpunkt am Maschsee statt. "Pat Sensei hat die Gabe schwierige Techniken einfach zu erklären und zu vermitteln. Neben Taijutsu und Bukiwaza begeisterte Sie auch mit wunderschönen Anekdoten über Lehrkunst und Leben im Japan." sagt Prof. Dr. Franz Renz von der Leibniz Universität Hannover und Organisator des Seminars im Rahmen der Aiki-Akademie, des Zentrums für Hochschulsport und der Deutsch-Japanischen Gesellschaft.

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Urkunde für DJG-Mitglied Henrik Herwig

Am 21.09.2016 überreichte Herr Bürgermeister Thomas Hermann Herrn Henrik Herwig von der DJG Hannover im Rahmen der Mayors for Peace-Konferenz in Braunschweig die Urkunde zur erfolgreichen Absolvierung eines dreiwöchigen Praktikums im Mayors for Peace-Büro in Hiroshima. Herr Herwig war von der DJG Hannover für dieses Praktikum empfohlen und unter vielen Bewerbern ausgewählt worden. Wir gratulieren Herrn Herwig hierzu sehr herzlich!

Besonders freuen wir uns darauf, dass Herr Herwig bei unserer Mitgliederversammlung am 03.11.2016 über seine Zeit in Hiroshima berichten wird.

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Foto: Bürgermeister Thomas Hermann, Henrik Herwig (v. r.)

 

Flaggen für den Frieden und gegen Atomwaffen

Aus Anlass des fünften Flaggentages der "Mayors for Peace" hat Oberbürgermeister Stefan Schostok am 8. Juli 2016 vor dem Neuen Rathaus mit dem Hissen der Flagge des weltweiten Bündnisses der "Bürgermeister für den Frieden" ein sichtbares Zeichen für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen gesetzt. In zahlreichen Städten appellieren die Bürgermeister mit dieser Aktion an die Staaten der Welt, Atomwaffen endgültig abzuschaffen. Nach einer aktuellen Forsa-Umfrage sprechen sich 93% der Bundesbürger für ein völkerrechtliches Verbot der Atomwaffen aus, weitere 85% der befragten Erwachsenen befürworten zudem einen Abzug der auf deutschem Boden gelagerten Atomwaffen der USA.

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Foto: Der Flaggentag findet jedes Jahr am 8. Juli statt. © LHH (Neue Medien)

Oberbürgermeister Schostok erklärt: "Wir, die Bürgermeister für den Frieden, sind sehr besorgt, dass immer noch rund 16.000 Atomsprengköpfe auf der Welt existieren. Einer Welt, die zunehmend von zahllosen gewalttätigen Konflikten, kriegerischen Auseinandersetzungen und Terrorismus geprägt ist. Einer Welt, die aus den Fugen zu geraten scheint. Vor dem Hintergrund der geplanten Stationierung neuer, technisch aufgerüsteter Atomwaffen in Europa ist es daher umso wichtiger, am heutigen Flaggentag auf das Ziel einer atomwaffenfreien Welt hinzuweisen. Mit dem Hissen der Mayors for Peace-Fahne vor unserem Rathaus appellieren wir zugleich an die Regierungen der Welt, sich aktiv und ernsthaft an den OEWG-Gesprächen über nukleare Abrüstung zu beteiligen. Lassen Sie uns gemeinsam das Jahr 2016 zu einem Jahr mit bedeutenden Fortschritten in der weltweiten nuklearen Abrüstung machen!"

Weitere Informationen finden Sie unter folgenden Links:

> Website Stadt Hannover: Link.

> Website "Mayors for Peace": Link

 

Die DJG Hannover auf der „Nacht der Museen“

Im Rahmen der diesjährigen „Nacht der Museen“ hat sich die DJG Hannover mit zwei Programmpunkten beteiligt: Die Stadtbibliothek Hannover bot den idealen Rahmen für Japan-interessierte Gäste. Besonders die Freundinnen und Freunde von Manga und Shodo (Kalligraphie) kamen auf ihre Kosten.

Im Workshop „Manga Figuren zeichnen, leicht gemacht“ erklärte die Malerin und Illustratorin Alexandra Sokol-Dahms zahlreichen Anfängern und Fortgeschrittenen die Grundzüge der beliebten japanischen Comic-Kunst.

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Ebenfalls sehr gut besucht war der Programmpunkt „Shodo - Japanische Kalligraphie“. Die Künstlerin Itsuko Cuny malte den Namen zahlreicher Besucher in japanischen Schriftzeichen mit Pinsel und Tusche auf Papier. Aufgrund des sehr großen Interesses bildeten sich lange Warteschlangen, sodass leider nicht alle Interessierte ein begehrtes Unikat erhalten konnten.

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Parallel zu den beiden Programmpunkten schilderten Frau Klawikowski und Herr Roth, Vorstandsmitglieder der DJG Hannover, die Aktivitäten und das kommende Programm der DJG. Besonders hervorzuheben sind die vielen interessanten Gespräche und die spontanen Origami-Bastelaktionen unter der Anleitung von Fr. Klawikowski.

Die DJG Hannover bedankt sich bei der den Organisatoren der Nacht der Museen und insbesondere bei der Stadtbibliothek Hannover für die Räumlichkeiten und die sehr angenehme Atmosphäre. Ganz besonderer Dank an Fr. Sokol-Dahms und Frau Cuny für ihre unermüdliche Unterstützung.

 

Besuch aus Tokushima 

Vom 08.04. bis 12.04.2016 besuchte eine kleine Delegation aus Tokushima die Landeshauptstadt Hannover. Seit 2007 ist Tokushima die Partnerpräfektur des Landes Niedersachsen. Seitdem gibt es einen regen Austausch in allen relevanten Bereichen des kulturellen und öffentlichen Lebens. Diesmal waren zwei Marathonläufer aus Tokushima gekommen, um am Hannover Marathon teilzunehmen. Takumi Matsumoto belegte erfreulicherweise den 9. Platz. Begleitet wurden sie von zwei Präfekturvertretern, die einige Mitglieder der DJG Hannover, u.a. die Präsidentin Frau Dr. Schieble und ihre Stellvertreterin Frau Götte, bereits bei ihrem Besuch in Tokushima im Rahmen der Japanreise 2016 getroffen hatten.

Vorstandsmitglieder der DJG Hannover und das neue Mitglied Dr. Claudia Fortagne, die sechs Jahre in Japan lebte, betreuten die beiden Sportler am 11.04.2016. U.a. auf dem Programm stand neben Shopping und einer Fahrt mit dem Aufzug in die Rathauskuppel eine Besichtigung der HDI-Arena (Foto) sowie ein kurzes Treffen mit den beiden japanischen Fußballern Hiroki Sakai und Hiroshi Kiyotake, die bereitwillig auf mitgebrachten und zuvor geschenkten Trikots Autogramme schrieben und für Fotos zur Verfügung standen.

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Kulturreise der DJG Hannover durch Japan:

„Erleben Sie Japan zur Kirschblütenzeit“

Bericht: Dr. Susanne Schieble, Präsidentin

Fotos: Christoph Slaby

 

Die Erwartungen waren hoch und sehr unterschiedlich. Während sich einige Reiseteilnehmer auf die Teeproduktion fokussierten und sehen wollten, wie und wo der berühmte japanische grüne Tee verarbeitet wird, freuten sich andere auf das meditative Japan der Tempel und Schreine, wieder andere auf das Essen oder die pulsierende Stadt Tokyo und alle natürlich auf die Kirschblüte Sakura. Und sie wurden nicht enttäuscht. Vor allem in Kyoto und Tokyo präsentierten sich die Kirschbäume in voller Blütenpracht. (...)

 

Den ausführlichen Reisebericht finden Sie unter folgendem Link:

> Reisebericht: Link PDF

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Foto: Tori vor Miyajima


 

 

Internationales Begegnungskonzert


Bericht über das internationale Begegnungskonzert des NHK-Radio-Kinder- und Jugendchores Hiroshima gemeinsam mit dem Mädchenchor Hannover am Ostermontag, den 28. März 2016 in der Christuskirche Hannover

Bericht von Gabriele Ciecior

Bereits zum 7. Mal seit Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen Hannover und Hiroshima machte der NHK-Radio-Kinder- und Jugendchor Hiroshima Station auf seiner Europatournee in Hannover. Empfangen wurde der Chor vom Mädchenchor Hannover gemeinsam mit dem Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover und der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Chado-kai Hannover.

Mitglieder der DJG begrüßten den Chor bei seiner Ankunft in Hannover am Ostersonntag Abend. Am nächsten Tag konnte der Chor unter der fachkundigen Führung durch Itsuko Cuny bei einer Stadtrundfahrt Hannover kennenlernen. Ein Live-Interview bei Radio Leinehertz mit Live-Gesang hat auf das Konzert am Abend eingestimmt.

Der Konzertabend begann mit einer Begrüßung der Chöre durch Bürgermeister Hermann, der auf die intensiven Kontakte der beiden Partnerstädte hinwies. Das sehr gut besuchte Konzert hat die Ostertage stimmungsvoll beendet.

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Der Mädchenchor begann mit Liedern von Caplet und Schumann und einem schwedischen Volkslied und zeigte sein Können. Durch das japanische Liederprogramm des Hiroshima-Chores unter der Leitung von Chieko Okada führte sehr charmant der Pianist Masako Shintaku.

Nach einer kurzen Pause begann der 2. Teil mit einem Oboen-Solostück von Jan Václav Kalivoda. Der 21-jährige Tomoya Okada begeisterte das Publikum mit seinem perfekten Darbietung.

Der Hiroshima-Chor beeindruckte durch die Interpretationen deutscher Volkslieder sowohl in deutscher als auch in japanischer Sprache. Eine hervorragende Choreografie sorgte für gute Stimmung. Zum Abschluss sangen beide Chöre zusammen das deutsche Volkslied „Zum Tanze da geht ein Mädel“ und das wohl bekannteste japanische Lied „Sakura“. Im Anschluss hatten die Chormitglieder bei einem Empfang die Gelegenheit, sich etwas kennenzulernen und Geschenke auszutauschen.

Leider verließ der NHK-Radio-Kinder- und Jugendchor unsere Stadt bereits am nächsten Morgen, um die Reise nach Österreich fortzusetzen, wo sie weitere Konzerte erwarteten, u.a. mit den Wiener Sängerknaben.

Im nächsten Jahr plant der Mädchenchor eine Reise nach Japan und hat dann die Gelegenheit, die Kontakte in Hiroshima weiter zu pflegen.

 

Buchübergabe an Frau Bürgermeisterin Regine Kramarek

Im Rahmen eines Termins im Rathaus am 02.03.2016 haben Barbara Macherius, Leiterin der Gruppe Poesie und Dr. Susanne Schieble, Präsidentin der DJG Hannover, Frau Bürgermeisterin Kramarek das Buch „Weil little Boy vom Himmel fiel. 70 Jahre Hiroshima überreicht“. Dieses Buch ist die Veröffentlichung zur Veranstaltung gleichen Namens am 11.10.2015 im Kommunalen Kino im Künstlerhaus. 13 Autorinnen und Autoren der Gruppe Poesie haben in lyrischer Form ihre Gedanken und Gefühle zum Atombombenabwurf auf Hiroshima zum Ausdruck und in einer szenischen Performance unter der Leitung des renommierten Begründers der Theaterpädagogik Prof. Dr. Hans Martin Ritter auf die Bühne gebracht.

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Foto: Fr. Dr. Schieble, Fr. Kramarek, Fr. Macherius (v. l.)

Frau Bürgermeisterin Kramarek zeigte sich tief beeindruckt von der Vielfalt, der Ausdrucksstärke und der Tiefe der Texte. Sie betonte zudem, dass die Illustrationen des Ehepaars Freese perfekt die Texte in Szene setzen und sie kommentieren und unterstützen.

Die Veröffentlichung „Weil little Boy vom Himmel fiel“ wird bei den Veranstaltungen der DJG Hannover ausliegen und ist käuflich zu erwerben.

 

Impressionen vom Besuch von der Shinshu Universität in Matsumoto vom 28.2.-3.3.2016 in Hannover.

Prof. Koji Matsuoka lehrt an der Shinshu Universität in Matsumoto und besuchte mit seinen Studenten die Leibniz Universität Hannover. Prof. Dr. Franz Renz führte die Gruppe durch die Universität und begrüßte diese mit Aspekten seines Wirkens als Universitätsprofessor vom Institut für Anorganische Chemie, Ortsvorsitzender der Gesellschaft Deutscher Chemiker, Mitglied des Beirates im Zentrum für Hochschulsport, Mitglied des Vorstands der DJG Hannover, Mitglied der NASA MER Mission, Mitglied des Vorstandes der Aiki-Akademie und anderer Affiliationen.

U.a. wurde im Sport Campus Budoraum des Zentrums für Hochschulsport ein gemeinsames Aikido Training mit ausgewählten hannoveranischen und japanischen Studenten unter der Leitung von Franz Renz, Schwarzgurt im Aikido und Schwarzgurt im Daitoryu-Aiki-Jujutsu) abgehalten.

Die Reise wurde professionell organisiert.

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Foto: Studentengruppe vor dem Hauptgebäude der Leibniz Universität

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Foto: Aikido-Training

 

 

 

Mit Wagemut, Dynamik und Humor startet das „Jahr des Affen“

Die DJG Hannover feierte mit ca. 120 Gästen ihr traditionelles deutsch-japanisches Neujahrsfest.

Bericht: Dr. Susanne Schieble, Präsidentin

Mit einem Gala-Abend begrüßte die DJG Hannover zusammen mit rund 120 Gästen am 23.01.2016 das neue Jahr 2016, das nach dem chinesischen Kalender das „Jahr des Affen“ ist.

Der Affe zeichnet sich durch Wagemut, Überschwang, Kommunikation und Humor aus und hilft durch stressige Zeiten mit Anmut und Leichtigkeit. Ganz im Sinne des Affen will die DJG Hannover das Jahr 2016 angehen.

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Foto: Origami-Affe 

Der Anfang machte das Neujahrsfest, dessen Programm sich sehen lassen konnte. Die kraftvollen Trommelschläge von Nanami Daiko aus Nordstemmen eröffneten die Veranstaltung.

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Foto: Nanami Daiko

Frau Bürgermeisterin Kramarek von der Landeshauptstadt Hannover und Frau Konsulin Maruyama vom Generalkonsulat in Hamburg hielten Grußworte und betonten die hervorragende Zusammenarbeit mit der DJG Hannover.

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Foto: Bürgermeisterin Kramarek

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Foto: Konsulin Maruyama


Anschließend erklang traditionelle klassische Musik zum neuen Jahr, vorgetragen von der ehemaligen Sopranistin an der Hannoverschen Staatsoper, Ina Yoshikawa, die von ihrer Schwester Hisako am Klavier begleitet wurde. Die Gäste, darunter die Erste Hamburger Kirschblütenkönigin Laura Gräwert und der Kulturdezernent Harald Härke, lauschten ergriffen.

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Foto: Ina Yoshikawa, begleitet von ihrer Schwester Hisako

Nach einer kulinarischen Stärkung mit Sushi von Sakai Shoten und einem kalt-warmen Buffet genossen die Gäste Jazz, Swing und Pop der hannoversch-indonesischen Jazzsängerin Agnes Hapsari, begleitet von dem Gitarristen Torsten Käseberg. Agnes Hapsari war es auch, die in ihrer Moderation das Motto des Abends aufstellte: „Es ist wichtig, Brücken zu schlagen.“
Die Ausstellungen im Foyer und Festsaal wurden diesmal von Kum-Hi Duckstein mit asiatischer Malerei sowie von Ursula Hayashi mit Keramikkunst gestaltet. Zudem gab es einen Büchertisch von der Gruppe Poesie, die eine hochwertige Veröffentlichung zur Veranstaltung am 11.10.2015 mit dem Titel „Weil little boy vom Himmel fiel“ vorstellte.
Das Neujahrsfest fand zum ersten Mal im Courtyard by Marriott Hotel Hannover Maschsee statt. Frau Dr. Schieble, Präsidentin der DJG Hannover, betonte in ihrer Rede, dass sie hoffe, dass das Courtyard eine neue Heimat für die DJG Hannover werde, so wie es das Maritim Grand Hotel 20 Jahre lang war.
Mit dem traditionellen Sake-Fass-Anstich klang das Neujahrfest stimmungsvoll aus.

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Foto: Sake-Fass-Anstich

 


Ernst gemeinte Höflichkeit

Der Schriftsteller Matthias Politycki schildert am 24.09.2015 im Maestro-Saal des Künstlerhauses seine Erlebnisse in Osaka, liest Lyrik und aus seinem neuesten Buch „42,195“

Gegen Ende der Veranstaltung fragt eine Dame aus dem Publikum die Frage, die Japan-Liebhaber und –kenner immer wieder gestellt bekommen: „Man hört so viel über die sprichwörtliche Höflichkeit der Japaner, aber eben auch, dass sie nur gestellt und nicht ernst gemeint ist. Wie sehen Sie das?“

Matthias Politycki zögert einen Augenblick und überlegt. Überhaupt lässt er sich bei seinen Antworten Zeit, überlegt genau und wägt seine Worte ab. In der Tat seien die Japaner ausgesucht höflich, so sagt er schließlich, und ausgesprochen gastfreundlich. Sicherlich habe dies mit einer kulturellen Prägung zu tun, die sich über Jahrhunderte ausgebildet habe und ein wesentliches Element des Umgangs der Japaner miteinander sei. Aber auch wenn er hinter die Fassade blicken konnte, habe er dort genau die Höflichkeit und Herzlichkeit vorgefunden, die ihm auch als Fremder am Anfang entgegengebracht wurde. Ja, er könne behaupten, die Höflichkeit der Japaner sei ernst gemeint. Außerdem sei es ja prinzipiell nicht schlecht und schade ja nicht, höflich zu sein.

Etwas, was Deutschland von Japan lernen könne. Dies war auch die Überschrift eines Artikels, den Herr Politycki im Oktober 2014 im Hamburger Abendblatt veröffentlichte: „Was wir von Japan lernen können.“ Was können wir von Japan lernen? Tugenden wie Disziplin, Höflichkeit, Rücksichtnahme und Respekt sind in Japan gelebte Wirklichkeit, über Jahrhunderte ausgeprägt und regeln den japanischen Alltag effizient und unaufgeregt. Etwas, was in Deutschland auch einmal gelebte Wirklichkeit war, so Politycki, aber verloren gegangen sei. Er hätte nach Japan reisen müssen, um sich daran zu erinnern. Doch der Lernprozess ist nicht einseitig. Auch Japan könne von Deutschland lernen: Emotionen zuzulassen, seine Meinung zu äußern, sich nicht mit bunten Abziehbildern von Kuscheltieren, die es in Japan an jeder Straßenecke zu „bestaunen“ gibt, einlullen zu lassen.

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Die Erlebnisse wurden von dem Schriftsteller Politycki in Lyrik verarbeitet, meist in strengen Formen wie Tanka, Haiku oder dem Sonett. Warum diese strengen Formen?, fragt Moderatorin und Gesprächspartnerin Susanne Schieble. Es sei wie beim Laufen, so antwortet Politycki mit einem Schmunzeln, es geht um Disziplin. Sich zu disziplinieren, keine Worte zu verschwenden, nicht zu viel (aber auch nicht zu wenig) zu Papier zu bringen, um sich auszudrücken. Das sei eine große Kunst, weil es schwer sei. Ausufernd zu schreiben, sei leichter. Wie sein Läufer- und Schriftstellerkollege Haruki Marukami sieht Politycki im Laufen und Schreiben mehr Gemeinsamkeiten, als es auf den ersten Blick scheint: beides benötigt Durchhaltevermögen, Kraft, Zähigkeit und Leidensfähigkeit. Er wundere sich, so Matthias Politycki, dass nicht mehr Schriftstellerkollegen laufen. Auch viele Ideen für seine Bücher entstehen beim Laufen, da der Geist ganz auf sich selbst reduziert ist.

Das Thema Laufen beschäftigt Politycki, seitdem er 16 Jahre alt ist. In Osaka ist er einen Halbmarathon gelaufen und hat auf diese Weise die Gerüche, die Geräusche und auch die Schönheit der Stadt auf individuelle Weise in sich aufgesogen. Das sei immer so, versichert er. Er sei am Morgen auch in Hannover gelaufen und an einem Seitenarm des Maschsees gelandet. Wie wunderschön es dort sei, schwärmt Politycki. Dies hätte er nie herausgefunden, wenn er nicht laufen würde. Und dann sei er durch die Eilenriede zurück, wie grün Hannover doch sei!

In Hamburg lief er mit seinem japanischen Laufpartner den Marathon, ein einzigartiges Erlebnis, da beide den Schmerz durchlaufen haben und sich dadurch eng verbunden fühlten – ohne Sprache. Die Verständigung beim Laufen funktioniert durch das gemeinsame Leiden und das gemeinsame Ziel vor Augen. „Das Wichtigste ist die Medaille“, versichert Politycki und liest auch eine entsprechende Passage aus seinem gerade erschienenen Lauf-Buch „42,195“ vor. Natürlich sei sie nur ein Stück Blech, aber emotional von höchster Wichtigkeit, da sie den Erfolg über sich selbst symbolisiert. Wenn er im Oktober nach Osaka zurückkehrt, wird er mit seinem japanischen Lauf-Freund den Osaka-Marathon laufen. Sein Freund schreibe E-Mails aus Japan, die er offensichtlich durch einen Sprach-Übersetzer jage. Es kämen lustige Sätze dabei heraus. „Aber zwischendrin“, versichert Politycki, „leuchten einige Wörter oder Teile des Satzes daraus hervor und ragen heraus.“ Wie begriffliche Edelsteine. Der Läufer wird so zum Symbol der Postmoderne, zur globalisierten Figur. Die Verständigung läuft nicht über die Sprache, sondern über das Laufen selbst.

Auch der Abend mit Matthias Politycki war ein solcher Edelstein. Zum Schluss zeigte er nochmals seine Bilder von Osaka und erklärte jedes einzelne davon. Bei vielen im Publikum weckte dies die Sehnsucht, (wieder) nach Japan zu reisen oder sich (noch) intensiver mit Japan zu beschäftigen.

Danke, Matthias Politycki, für diesen wunderbaren Abend.

Ebenso ein Dank an das Kulturbüro der Stadt Hannover, das der Kooperationspartner der DJG Hannover für diese Veranstaltung war.

Dr. Susanne Schieble, Präsidentin

 

 

„Was für ein toller Abend – und so lecker“
Besuch der Teilnehmer des 9. Youth Summit „Hallo Deutschland“ der DJGG
am 24.08.2015 bei der DJG Hannover

Gemeinsames Essen verbindet – das konnten alle, die dabei waren, am 24.08.2015 mit Fug und Recht behaupten. Die DJG Hannover veranstaltete einen gemeinsamen Grillabend mit den Teilnehmern des 9. Youth Summit „Hallo Deutschland“, der die Teilnehmer nach Hannover, Wolfsburg und Berlin führte und am 23. und 24.08.2015 Halt in Hannover machte.

Der Grillabend fand im KiK-Haus (Kunst-in-Kontakt) statt, das wunderschön an den Herrenhäuser Gärten gelegen, einen idealen Rahmen bot, um die rund 60 Gäste optimal zu bewirten. Zwei Grills standen zur Verfügung, an dem Klaus Schieble und Yasuko Götte kulinarische Köstlichkeiten von Würstchen, Steaks über vegetarisches Grillgut bis hin zu Gemüse zubereiteten.
Die Gäste verteilten sich über die mit Zelten und wunderschön mit Lampions und Windlichtern dekorierte Veranda und die gemütlich mit Korbmöbeln ausgestatteten Innenräume. Es war die erste Gelegenheit für die deutschen und japanischen Teilnehmer, so betonte die Präsidentin des DJJG (Deutsch-Japanische Jugendgesellschaft e.V.), ungezwungen miteinander ins Gespräch zu kommen.

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Foto: Teilnehmer des 9. Youth-Summit der DJGG


Man hatte den Eindruck, dass dies überhaupt kein Problem war und sich die Teilnehmer über viele Jahre kennen würden. Dies lag sicherlich auch an den hervorragenden Sprachkenntnissen der Teilnehmer: viele Japanerinnen und Japaner konnten Englisch und zum Teil sehr gut Deutsch, während viele Deutsche Japanisch sprechen konnten. Matthias Hirschfeld, der Koordinator des VDJG und in Hannover ansässig, war sichtlich stolz auf seine Gruppe: „Dass die jungen Leute so schnell vertraut miteinander sind, ist erstaunlich, aber einfach wunderbar.“ Sowohl Ariane Herold als auch Matthias Hirschfeld lobten die von den Vorstandsmitgliedern der DJG Hannover geschaffene gemütliche und ungezwungene Atmosphäre. Die vielen Helferinnen der DJG Hannover sorgten stets dafür, dass genug Essbares, aber auch Trinkbares vorhanden war. Zum Schluss gab es ein großes Lob der Verantwortlichen und ein tolles Abschiedsfoto, das die Atmosphäre des Abends sehr gut transportiert.

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Foto: Gruppenfoto des 9. Youth Summit der DJGG


Bedanken muss ich mich für das Vertrauen, das Frau Herold und Herr Hirschfeld der DJG Hannover entgegengebracht haben. Ganz besonders bedanken möchte ich mich bei Klaus Schieble und Yasuko Götte für die unermüdliche und unerschöpfliche Grilltätigkeit sowie bei Frau Götte für das Besorgen des Fleisches und des Brotes.

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Foto: Dr. Klaus Schieble, Yasuko Götte

Dank sage ich auch meinen Vorstandskolleginnen für das Bereitstellen der Salate sowie für die tolle Bewirtung der Gäste am Abend selbst sowie ein großes Danke an die Betreiber des KiK-Hauses Helmut und Charlotte für die Bereitstellung des Hauses und seines Innenlebens. Ihr alle habt zum Gelingen eines wunderbaren und harmonischen Abends beigetragen!

Dr. Susanne Schieble, Präsidentin DJG Hannover

 

Zauber im japanischen Hain und in Schwerin: Konnichi wa Schloss Mitsuko
Wochenendreise der DJG Hannover vom 22. bis 23.08.2015

Von Dr. Susanne Schieble

Am Wochenende 22./23.08.2015 war es endlich soweit: mit 25 Teilnehmern fuhr die DJG Hannover zum Schloss Mitsuko ins Mecklenburger Parkland. Angeführt von der Präsidentin der DJG Hannover, Dr. Susanne Schieble, und hervorragend organisiert von Vorstandsmitglied Gisela Klawikowski ging es morgens um 7:00 Uhr in Hannover los. Bestens gelaunt traf die Reisegruppe um 13:00 Uhr am Schloss Mitsuko ein und wurde von Schlossherr Herrn Prof. Heinrich Johann Radeloff begrüßt.

Das Schloss Mitsuko wurde von Herrn Prof. Radeloff und seiner Familie von einem traditionellen Gutshaus in einen Ausstellungsort für traditionelle und zeitgenössische Kunst und Kultur verwandelt. Die Ausstellung zeigt Tuschbilder, Kalligraphien, kunstvolle Kimonos und Utensilien der Zen-Meditation. Der Gewölbekeller beeindruckt mit einer umfangreichen Sammlung an Porzellanfiguren und Gebrauchskeramik aus dem 20. Jahrhundert.

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Foto: Prof. Radeloff und Teilnehmer der Wochenendreise

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Foto: Schloss Mitsuko

Benannt ist das Schloss Mitsuko nach der geliebten Ehefrau von Herrn Prof. Radeloff. Frau Radeloff ist eine wahre japanische Lady und stammt aus einer Seitenlinie der Shogun-Dynastie der Tokugawa, die Japan über 200 Jahre lang während der Edo-Zeit regierte. Sie empfing unsere Reisegesellschaft mit ausgesprochener Höflichkeit und Herzlichkeit – und mit einem hervorragenden japanischen Mittagessen, das keine Wünsche offen ließ. Unterstützt wurde sie dabei von dem Deutsch-Japanischen Freundschaftskreis, der sich zur Erhaltung und Pflege der Schätze von Schloss Mitsuko gegründet hatte und ihrer reizenden Tochter.

Familie Radeloff übernahm 2002 das ehemalige Gutshaus und restaurierte es nach und nach. Seither hat sich dieses 1860 erbaute Haus zu einem Ausstellungsort für traditionelle und zeitgenössische japanische Kunst und Kultur etabliert. Dank Leihgaben und Schenkungen deutscher und japanischer Förderer und Freunde gibt es hier eine Reihe großartiger Exponate zu bewundern.
Der bei Rostock geborene Künstler Heinrich Johann Radeloff lebte und arbeitete von 1964 bis vor wenigen Jahren in Kyoto; Er widmete sich der Tuschmalerei. 2001 kehrte er mit seiner japanischen Ehefrau in seine mecklenburgische Heimat zurück. Er führte mit großem Fach- und Detailwissen sowie ausgesprochen launig und humorvoll durch die Ausstellung.
„Ein Fenster nach Japan“ wollte er öffnen. Er suchte und fand das ehemalige Gutshaus.

Danach folgte eine Führung durch den Deutsch-Japanischen Hain, der zum Verweilen und Meditieren einlädt. Am „Schrei-Felsen“ hielt die Gruppe inne und durfte einmal laut schreien – was zur Reinigung von Körper und Seele beiträgt. Besonders beeindruckend waren die vielen Nischen und verwunschenen Ecken, die auch viele Künstler – vor allem aus Japan – anlockt, um ihre Kunstobjekte in und um Schloss Mitsuko zu gestalten oder auszustellen.

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Foto: Hain im Schloss Mitsuko

Nach einer erneuten reichhaltigen Stärkung bei Kaffee/Tee und Kuchen im Schloss, bei der die Reisenden erneut die fantastische Gastfreundschaft der Familie Radeloff genießen durften, brach die Reisegesellschaft mit vielem Winken und Abschiednehmen nach Schwerin auf.

Nach dem Einchecken im Hotel „Niederländischer Hof“ direkt am Pfaffenteich und einer kurzen Pause ging es in das Kulturzentrum „Speicher“, wo uns das mitreißende Frauenensemble „Trude träumt von Afrika“ mit spitzen Sprüchen, spitzfindigen Dialogen und einer mitreißenden Trommel- und Percussiondarbietung erfreute und unterhielt. Das war Frauenkabarett vom Feinsten, gespickt mit temperamentvollen und hintergründigen Trommeleinlagen. Alle Teilnehmer fühlten sich wunderbar unterhalten.

Danach konnte jeder machen was er wollte: einige spazierten noch rund um den Pfaffenteich, einige tranken noch einen Absacker in den vielen Bars in der Altstadt und wieder andere suchten noch ein Restaurant, was noch geöffnet war, um eine Kleinigkeit zu essen. Ein wunderbarer Tag ging zur Neige.

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Am nächsten Morgen waren alle, gestärkt durch das reichhaltige Frühstücksbuffet, gut gelaunt und munter und bereit für die Stadtrundfahrt, die sich fast ausschließlich auf das Schweriner Schloss konzentrierte, das ein Kleinod des Klassizismus darstellt. Nach einem mehr als reichhaltigen Mittagessen ging es wieder auf die Autobahn Richtung Hannover. Unser Busfahrer Heiko brachte uns wohlbehalten nach Hause.

Dieses Wochenende wird uns noch lange in Erinnerung bleiben, denn es verband japanische Kultur mit mecklenburgischer Landschaft und Hamburger Kabarett mit Schweriner Architektur: vielseitig, mitreißend, tiefsinnig und manchmal melancholisch, denn was, so fragten sich viele Reiseteilnehmer auf dem Weg nach Hause, soll einmal aus Schloss Mitsuko werden, wenn sich das Ehepaar Radeloff nicht mehr darum kümmern kann?
Uns, die wir an der Reise teilnehmen durften, bleibt aber ein unvergessenes Wochenende im Gedächtnis und macht Lust auf mehr: die Japanreise der DJG Hannover, die im März/April 2016 startet, wirft schon ihre Schatten voraus.

 

 

Das deutsch-japanische Sommerfest trotzt dem Regen und lockt viele Besucher an!

Bericht: Dr. Susanne Schieble, Fotos: Marc Schmidt

„Wunderbar, dass trotz des Regens so viele Menschen gekommen sind!“
Dieses Urteil trafen die Mitglieder der DJG Hannover nach dem Ende des Sommerfestes am Sonntag, 12. Juli, gegen 18:00 Uhr. Als letzte Teilnehmer packten die Mitglieder des Mahjong-Vereins ihre Sachen zusammen und verließen hochzufrieden den Stadtpark hinter dem HCC, der auch dieses Mal ein ideales Gelände bot, um Japan in seiner ganzen Vielfalt den Hannoveranerinnen und Hannoveranern vorzustellen. Die Mahjong-Tische waren bis zum Schluss umlagert, genauso wie der Essens- und Getränkestand von Sakai Shoten aus Hamburg.

Die angebotenen Teezeremonien von Prof. Kruse und Frau Götte waren alle bis auf den letzten Platz ausgefüllt, die einzelnen Stände von Keramik bis Bonsai, von Manga-Zeichnen bis Origami, von interessierten Menschen umlagert.

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Foto: Teezeremonie mit Prof. Kruse (© Marc Schmidt)

Dabei hatte es gegen 12:00 Uhr noch sehr düster ausgesehen – im wahrsten Sinne des Wortes. Der Himmel war grau und bedeckt, es regnete Bindfäden. Doch gegen 14:00 Uhr, als Nanami Daiko aus Nordstemmen das Sommerfest mit ihren kraftvollen Schlägen auf die Taiko-Trommeln eröffnete, machte der Regen eine Pause, ebenso während der offiziellen Begrüßung durch die Präsidentin der DJG Hannover, Frau Dr. Susanne Schieble, die insbesondere für die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Kulturbüro und dem FB Umwelt und Stadtgrün sowie dem HCC dankte.

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Foto: Nanami Daiko (© Marc Schmidt)

Es folgten die Grußworte von Herrn Konsul Anzawa, der eigens mit seinem Sohn aus Hamburg angereist war sowie Herrn Bürgermeister Herrmann, der zusammen mit seiner Frau das Sommerfest beehrte. In ihren Grußworten strichen Herr Konsul Anzawa und Herr Bürgermeister Herrmann die völkerverbindende Arbeit der DJG Hannover ebenso heraus wie das Gedenkjahr zum 70. Jahrestag des Atombombenabwurfs, in dessen Rahmen das Sommerfest stattfand.

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Foto: Begrüßung durch Konsul Anzawa (© Marc Schmidt)


Das anschließende Bühnenprogramm moderierte Dr. Beate Brase. Auf der Bühne waren viele bekannte Hannoversche Künstler zu sehen und zu bewundern: Mitglieder der Hannover Theater Company präsentierten Auszüge aus dem Hannover-Musical „Kröpcke“ und ernteten zu Recht viel Applaus der Zuschauer, die die Bänke trotz des wieder einsetzenden Regens vor der Bühne bis auf den letzten Platz gefüllt hatten. Mit ihren phantasievollen Kostümen boten sie nicht nur einen Ohren- sondern auch einen Augenschmaus.

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Foto: Hannover Theater Company (© Marc Schmidt)

Tanja Lea Eichler und der Pianist Adam Szabo rundeten das Programm mit Jazz-Klängen ab und trotzten dem wieder stark einsetzenden Regen.
Zum Schluss waren alle zufrieden, die Standbetreiber ebenso wie die Künstler und die Veranstalter, da sich so viele Menschen vom Wetter nicht abhielten und ihr Interesse an der japanischen Kultur demonstrierten.

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Foto: Demonstration japanischer Kampfsport- und Kampfkunstarten (© Marc Schmidt)

Dies ist wieder einmal der Beweis dafür, dass das traditionelle Sommerfest der DJG Hannover in die Kulturlandschaft der Landeshauptstadt Hannover integriert und fester Bestandteil ist. Wir freuen uns schon auf 2017 und eine neuerliche Austragung des Sommerfestes – dann hoffentlich bei Sonnenschein!

 

„Wir lieben dieses Haus, auch wenn es manchmal unbequem ist.“

Lesung mit Monika Marutschke aus ihrem Buch „Mein Kyoto“ in der Städtischen Galerie KUBUS
am Mittwoch, 11.02.2015. Führung von Ilse Paul.

„Mein Kyoto“ ist ein ungewöhnliches Buch über die alte Kaiserhauptstadt, gleichzeitig kulturelles Zentrum Japans. Es besticht durch einen außergewöhnlichen und sehr persönlichen Zugang. Monika Marutschke, die Autorin dieses Buches, lebt seit 2004 in Kyoto, weilt aber z.Zt. in Deutschland, so dass sie auf Einladung der DJG Hannover in Zusammenarbeit mit dem Kulturbüro der Stadt Hannover im KUBUS aus ihrem großartigen Buch lesen konnte. Die Städtische Galerie war dabei ein ganz wunderbarer Rahmen, denn dort ist z.Zt. die Ausstellung „PENvolution. Kommunikation und Kreativität im Wandel durch Digitalisierung“, u.a. mit Beteiligung der beiden japanischen, aus Hiroshima stammenden Künstler Prof. Tatsuo Ebisawa, Shige Fujishiro (jetzt in Hannover lebend) und der Künstlerin Ai Kobayashi zu sehen und zu erleben. Die Gäste hatten die Gelegenheit, vor der Lesung durch die Ausstellung geführt zu werden.

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Foto: Ausstellung "PENvolution. Kommunikation und Kreativität im Wandel durch Digitalisierung"

Sehr persönlich gerieten die Passagen des Buches über Monika Marutschkes Wohnhaus in Kyoto, das aus den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts stammt. Das Haus, so Marutschke, lebt und atmet – und die Menschen, die in ihm leben, müssen sich ihm anpassen, nicht umgekehrt.

Auch die Jahreszeiten, die in Japan sehr ausgeprägt sind, erlebt man viel intensiver in diesem Haus, so dass die Autorin auch ausführlich auf sie einging. Kyoto atmet im Rhythmus der Jahreszeiten und mit jeder verbindet jeder Einwohner in Kyoto bestimmte Pflanzen und eine unsagbare Blütenpracht. Jede Jahreszeit verbreitet eine intensive Stimmung, die sich über die Stadt legt.

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Foto: Lesung "Mein Kyoto" (v. l.: M. Marutschke, H. Schmidt-Plachta)

Die studierte Japanologin wusste einfühlsam darüber zu berichten, so dass eines ganz deutlich wurde: ihr Herz hängt an Kyoto – und ihr Buch ist eine einzige und einzigartige Liebeserklärung.

Dr. Susanne Schieble, Präsidentin der DJG Hannover

 

 

Neujahrsfest 2015 - Ein Konsul und zwei Bürgermeister begrüßen das japanische „Jahr des Schafs“

Die Deutsch-Japanische-Gesellschaft hat mit rund 200 Gästen das „Jahr des Schafes“, letztmalig im Bankettsaal des Maritim Grand Hotels, begrüßt. „Wir müssen uns eine neue Heimat suchen“, bedauerte Dr. Susanne Schieble, Präsidentin der DJG Hannover, diesen Umstand, denn das Maritim Grand Hotel wird Ende des Jahres aufgrund von Sanierungs- und Umbauarbeiten geschlossen. Schieble betonte die stets konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit und versicherte, dass die DJG Hannover mit „Beharrlichkeit und Besonnenheit, für die das Schaf symbolisch steht“, die kommenden Aufgaben der DJG Hannover angehen werde.

Bürgermeister Thomas Herrmann würdigte die völkerverständigende Arbeit, die die DJG Hannover seit über 25 Jahren leiste und hob die Wichtigkeit dieser Arbeit besonders im Jahre 2015 hervor, in dem sich der Atombombenabwurf auf Hannovers japanische Partnerstadt Hiroshima und Nagasaki zum 70. Mal jährt. Der eigens aus Hamburg angereiste japanische Konsul Fukagawa machte Hoffnung darauf, dass das Konsulat in Hamburg wieder in ein Generalkonsulat umgewandelt werde und verabschiedete sich zugleich von den zahlreichen Gästen. Nach knapp zwei Jahren kehrt er nach Japan zurück. In Hannover sei er besonders gern, man fühle sich gleich wohl, erklärte der Konsul, was für viel Applaus unter den Gästen sorgte, unter denen auch Bürgermeisterin Regine Kramarek war.

Ein buntes und vielfältiges Kulturprogramm rundete das gelungene Fest ab. Die Trommelgruppe Nanami Daiko wirbelte mit 10 Trommlerinnen über die Bühne und ließ die Luft vibrieren. Die beiden Sopranistinnen Tanja Lea Eichler und Yoshiko Hirschfeld-Ikeshiro sorgten mit ihren großartigen Stimmen für einen würdigen Rahmen. Beim „Duetto buffo di due gatti“ von Rossini duellierten sie sich als konkurrierende Katzen, was für manches Schmunzeln unter den Gästen sorgte. Eichler führte auch das Jazz-Trio an, das mit leichten Klängen das Fest musikalisch abrundete. Keramik vom Ehepaar Dr. Kamino und Kimonostoffe von Hans-Heinrich Kloodt repräsentierten traditionelle Handwerkskunst im Foyer des Hotels.

Mit dem zu Neujahr traditionellen Sake-Fass-Anstich, der einen für langes Leben sorgenden Sake versprach, klang das Neujahrsfest der DJG Hannover aus.

> Bericht zum Download: Link PDF

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Foto: Sake-Fass-Anstich beim Neujahrsfest 2015

 

Die DJG Hannover zu Gast bei der NDR1-Plattenkiste

Moderatorin Martina Gilica staunte nicht schlecht, als Frau Renate Schaadt, Ehrenpräsidentin der DJG Hannover, ihr von ihren ersten Japanreisen erzählte. Sie begleitete den Hannoverschen Mädchenchor nach Japan, der sogar vor dem Kaiser singen durfte. Dies ist nur eine von vielen aufregenden Geschichten aus der bewegten Historie der DJG Hannover, die am Dienstag, 12.01.2015, in der NDR Plattenkiste bei NDR 1 zu Gehör kamen. Frau Schaadt und Frau Dr. Susanne Schieble, Präsidentin der DJG Hannover, waren bei Frau Gilica zu Gast, um die DJG Hannover vorzustellen, nicht nur ihre Geschichte, sondern in welcher Weise sie den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Hannover und der Region die japanische Kultur und die Menschen Japans vertraut macht. Frau Dr. Schieble stellte viele Projekte und Veranstaltungen, darunter das Neujahrs-, Kirschblüten- und Sommerfest, Workshops und Vorträge zu den unterschiedlichsten Themen über Japan, die Literaturkurse und den japanischen Sprachzirkel vor. Besonders interessant fand Frau Gilica die angebotenen Kochkurse sowie die nächste Japanreise, die 2016 stattfinden wird und die Delegation der DJG Hannover nach Tokyo, Kyoto, Nara, in Hannovers Partnerstadt Hiroshima und auf die kleinste der fünf Hauptinseln, Shikoku führen wird.

Musik, die sich Frau Schaadt und Frau Dr. Schieble wünschen durften, umrahmte das informative und amüsante Gespräch zur Mittagszeit mit Frau Gilica, das in entspannter Atmosphäre stattfand. Die Stunde verflog viel zu schnell!

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Foto: Die DJG-Hannover zu Gast bei der "Plattenkiste".

V. l. n. r.: Fr. Dr. Schieble, Fr. Gilica, Fr. Schaadt

 

 


Besuch von Prof. Dr. Hiroki Oshio an der Naturwissenschaftlichen Fakultät

Nachdem die Präsidenten der Leibniz Universität Hannover und der Universität Tsukuba (Japan) bereits am 01.10.2014 ein "Agreement for academic exchanges and cooperation” in Japan unterzeichneten, war Prof. Dr. Hiroki Oshio an der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Leibniz Universität Hannover zu Gast.

Am Donnerstag, den 27.11.2014, wurde der Kooperationsvertrag zwischen der Naturwissenschaftlichen Fakultät und der Fakultät für „Pure and Applied Science“ vom Dekan Prof. Dr. Schmitz, im Beisein von Prof. H. Oshio aus Tsukuba, auf Fakultätsebene signiert.

Das Abkommen ist eine Erweiterung der langjährigen erfolgreichen Kooperation zwischen Prof. Hiroki Oshio und Prof. Dr. Franz Renz vom Institut für Anorganische Chemie und erlaubt u.a. den Studenten ohne Studiengebühren und mit Zugriff auf günstige Studentenwohnungen an der Universität Tsukuba zu studieren.

Diese Veranstaltung wurde ausgerichtet im Namen der Leibniz Universität Hannover, der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Hannover (DJG) und der Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA).

 

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Vom großen Feuerwerk, der Entdeckung der Region und Kimonos…
Die DJG Hannover war im September bei vielen Veranstaltungen dabei!

Der September hatte es in sich, denn es fanden in diesem Monat viele Veranstaltungen unter Beteiligung der DJG Hannover und ihrer Mitglieder statt.
Los ging es mit dem Feuerwerkswettbewerb und dem Beitrag von Japan im Großen Garten in Herrenhausen am 06.09.2014. Die DJG Hannover hatte großen Zulauf an ihrem Stand, an dem sie Kalligraphie und Origami anbot.

Unser Vorstandsmitglied Anna Linnemann schrieb vor allem den Kindern ihre Namen auf Japanisch, was auf großen Zuspruch stieß. Ebenso umlagert war der Origami-Stand, wo zwei Stunden bis zum Beginn des Feuerwerks von unseren Vorstandsmitgliedern Frau Götte und Frau Klawikowski sowie unserer Freundin Frau Teufert gefaltet wurde. Die Interessierten rund um den Stand staunten nicht schlecht, wie aus buntem Papier Kraniche und kleine Boxen entstanden und konnten sich natürlich auch selbst ausprobieren.
Anschließend hatten es sich alle Mitwirkende verdient, das Spektakel am Himmel zu verfolgen!

Eine knappe Woche später hieß es wieder: Stand aufbauen und Kalligraphie und Origami anbieten! Beim Regionsentdeckertag hatte die DJG Hannover ihren Stand im Bereich der Internationalen Kulturen zwischen Opernplatz und Georgsplatz. Das Angebot der DJG Hannover erfreute sich eines großen und interessierten Zulaufs. Vor allem die Kinder waren hoch erfreut, selbst die Kunst des Papierfaltens auszuprobieren oder ihren Namen auf Japanisch schreiben zu dürfen. Aber auch die Erwachsenen waren von den japanischen Schriftzeichen, die eher kleine Kunstwerke darstellen, als auch von den Papiergebilden fasziniert. Hier danken wir besonders Itsuko Cuny und Anna Linnemann sowie Brigitta Laqua, Gisela Klawikowski, Karin Meyer und Franz Renz für ihren unermüdlichen Einsatz den ganzen Tag über!

 

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Foto: Kimono-Vortrag - japanische Stoffe

Dazwischen, am 09.09.2014, hielt Hans-Heinrich Kloodt den spannenden und anregenden Vortrag "Kimonos, Obis, japanische Stoffe - deren Historie und Herstellungstechniken" im Theodor-Lessing-Saal der Volkshochschule Hannover. Besonders faszinierend war es, die mit hochwertigen Materialien kunstvoll gewebten Stoffe nicht nur zu sehen, sondern auch anfassen zu dürfen. Im haptischen Erlebnis konnte man die Qualität dieser hoch geschätzten Handwerkskunst nachvollziehen und wirklich hautnah erleben. Ein aufregendes Erlebnis, die alle Zuhörer, die da waren, begeisterte!
Der September stand wirklich im Zeichen der Veranstaltungen der DJG Hannover. Wir freuen uns auf die nächsten Veranstaltungen im Oktober!

 

„Was sind Ihre Aufgaben als Konsul?“ (Japan-Projekttag)

Herr Konsul Fukagawa zu Gast beim Japan-Projekttag an der Wilhelm-Raabe-Schule in Hannover in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Hannover Chado-Kai e.V.

„Was sind Ihre Aufgaben als Konsul?“- „War es schwer für Sie, die deutsche Sprache zu erlernen?“ Die Schülerinnen und Schüler des 9. und 10. Jahrgangs der Wilhelm-Raabe-Schule in Hannover freuen sich, dass Herr Konsul Yasushi Fukagawa und seine Gattin zu ihnen in die Schule gekommen ist. Nun können sie ihm all die Fragen stellen, die ihnen auf dem Herzen liegen. Dazu gehören sowohl Fragen bezüglich der Aufgaben eines Konsuls, aber auch die Fragen, die man jedem Ausländer stellt, der in Deutschland lebt, zumal, wenn er aus einem so weit entfernten Land kommt wie Japan. Und Konsul Fukagawa beantwortet die Fragen geduldig und mit einer ausgesprochenen Herzlichkeit. Es ist diese Herzlichkeit und das ernsthafte Interesse, das Konsul Fukagawa an den jungen Menschen zeigt, die die Schülerinnen und Schüler gleich für ihn einnehmen.

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Foto: Japan-Projekttag an der Wilhelm-Raabe-Schule in Hannover

Dies machte sich schon beim Rundgang durch die Workshops für den 5. Jahrgang bemerkbar, der der Fragerunde vorausgegangen war. Mit großer Geduld und einer ebenso großen Portion Humor sehen sich Herr Konsul Fukagawa, seine Gattin, Herr Bürgermeister Thomas Hermann, Bezirksbürgermeister Lothar Pollähne (Südstadt-Bult) und Frau Gabriele Ciecior vom Kulturbüro der Stadt Hannover im Rahmen der Führung des Schulleiters der Wilhelm-Raabe-Schule, Herrn OSTD Martin Thunich, die unterschiedlichen Workshops an, die die Mitglieder der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Hannover Chado-Kai e.V. durchführen.

Die Kinder lernen in einem von Herrn Dr. Kenji Kamino durchgeführten Kurz-Vortrag den Alltag in Japan ebenso kennen wie die Kunst des Papierfaltens, die gleich vier Damen der DJG Hannover mit den Kindern üben. Mit Erstaunen betrachten die Schülerinnen und Schüler die kleinen Kunstwerke, die sie selbst aus Papier geschaffen haben – Kraniche, Pferde und kleine Schachteln entstehen unter der fachkundigen Anleitung der Damen, insbesondere von Frau Gisela Marquardt, innerhalb kürzester Zeit. Die Sopranistin Yoshiko Ikeshiro-Hirschfeld singt mit den Jungen und Mädchen japanische Kinderlieder, während die Präsidentin der DJG Hannover, Dr. Susanne Schieble, Haiku auf Deutsch schreiben lässt – mit 17-Silben-Schema und Jahreszeitenwort.

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Foto: Japan-Projekttag an der Wilhelm-Raabe-Schule in Hannover

Der zweifache Schwarzgurt- und Goldmedaillenträger im Aikido, Herr Professor Dr. Franz Renz, wirbelt die 10- und 11-Jährigen gekonnt über die Matte und Frau Yasuko Götte, 2. Vorsitzende der DJG Hannover, stilvoll im Kimono, führt in die Kunst der Teezeremonie ein. Auch die Kalligraphieübungen von Frau Yumi Koch erfreuen sich großer Beliebtheit. Ebenfalls ein Renner ist das Strategie-Spiel Go, das Herr Breuer vom Go-Verein Hannover vorstellt.

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 Foto: Japan-Projekttag an der Wilhelm-Raabe-Schule in Hannover

Das Besondere am Japan-Projekttag in der Wilhelm-Raabe-Schule ist die Vielfalt des Angebots und die unmittelbare Aufforderung zum Mitmachen. Die Workshops werden in Stationen durchlaufen und konnten im Vorfeld von den Kindern angewählt werden. Dadurch bekommen Schülerinnen und Schüler einen umfassenden Einblick in die Besonderheiten der japanischen Kultur – und durch die Anwesenheit von Herrn Konsul Fukagawa und seiner Gattin wird diese Kultur lebendig.

Ein Höhepunkt sind die von Frau OStR’ Dr. Beate Brase, Physiklehrerin an der Wilhelm-Raabe-Schule und Vorstandsmitglied der DJG Hannover, in Kooperation mit Frau Bartels vom II. Physikalischen Institut der Universität Göttingen angebotenen Schülervorträge zum Nobelpreis von Koshiba und ein Experiment über den Nachweis kosmischer Strahlung mit der Kamio-Kanne. Die Schülerinnen und Schüler ernten viel Applaus.

Die Wilhelm-Raabe-Schule pflegt enge Beziehungen zur Hannoverschen Partnerstadt Hiroshima, da sie im Dezember 2011 und 2013 Gastgeber von japanischen Schülerinnen und Schüler der Funairi High School aus Hiroshima war. Die Schüler und Schülerinnen knüpften enge Kontakte zur japanischen Kultur und schlossen enge Freundschaften. Diesen auch in den Grußworten von Herrn Konsul Fukagawa und Herrn Bürgermeister Hermann erwähnten Kulturaustausch möchte die Schule in Zusammenarbeit mit der DJG Hannover vertiefen und auch das Interesse an dem faszinierenden Land für die jüngsten „Raaben“ wecken. Ein erster und sehr wichtiger Schritt wurde durch den Japan-Projekt-Tag, der ein voller Erfolg war, getan.

> Zeitungsbericht: Link PDF (Quelle: HAZ Stadtanzeiger-Süd vom 1.8.2014)

Dr. Susanne Schieble, DJG Hannover

 

 

„Ein Sonnenstrahl fällt auf die Landschaft“

Gelungene Teehauslesungen am 11. und 18.06.2014 als Gemeinschaftsveranstaltung der DJG Hannover und der Gruppe Poesie.

Die Amseln in den Bäumen singen ihr letztes Lied, die Sonnenstrahlen besprenkeln die Zweige der Bäume im Teegarten vor dem Teehaus am Stadtpark, die Schiebetüren des Teehauses sind geöffnet und geben den Blick frei auf die beiden traditionell gekleideten „chajin“, die Teemenschen Prof. Dr. Kruse und Frau Götte von der DJG Hannover, die gleich die Teezeremonie durchführen werden: der Rahmen könnte für die Teehauslesungen von Naturlyrik der drei Autoren Dirk Strauch, Marcus Neuert und Susanne Schieble, zugleich Präsidentin der DJG Hannover, nicht stimmungsvoller und meditativer sein.

Foto: Teehauslesung im Stadtpark (zum Vergrößern bitte clicken)

Die Zuschauer kommen zunächst in den Genuss einer traditionellen japanischen Teezeremonie. Vorab wird eine japanische Süßigkeit gereicht, anschließend der dampfende cremige grüne Tee in wunderschönen Teeschalen serviert. Ein Genuss für die Seele und für den Gaumen.

Daran an setzt der literarische Genuss. Schnell wird klar, dass es sich hier nicht um klassische Lesungen handelt. Die drei Autoren, alle drei Mitglieder der Gruppe Poesie, wechseln sich beständig ab und ändern textlich und räumlich immer wieder ihre Positionen. Das Zusammenspiel der unterschiedlichen Stimmen und Temperamente spiegelt sich in den vielfältigen Texten wider. Die Natur ist das Thema, doch mal wird sie als augenblickshafter Ausschnitt von Wirklichkeit beobachtet wie im Haiku, mal musikalisch leicht beschrieben wie im Ritornell, mal ironisch gebrochen, mal pathetisch verehrt. Die Zuhörer lauschen gebannt den zwei männlichen und der weiblichen Stimme und lassen sich entführen in die Welt der vielfältigen Naturbegegnungen. Die Texte sind thematisch und formal kunstvoll aufeinander abgestimmt und steigern die beschriebenen Gefühle und Beobachtungen noch oder brechen sie. Trotzdem spricht das Feinfühlige der Texte für sich und dies wird noch verstärkt durch die sensible musikalische Untermalung der japanischen Geigerin Kana Sugimura, Meisterschülerin an der Musikhochschule Hannover.
Es waren verzauberte und zauberhafte Abende am Teehaus, denen sich die zahlreich erschienen Zuhörer nicht entziehen konnten und wollten.

 

Aikido Seminar zur Kirschblüte in Hannover

Harmonisch zur Kirschblüte durften wir vom 12.4. bis 13.4.2014 Jirka Dell´Oro Friedl Sensei (4. DAN, AIKIKAI; > Link) zum Aikido Seminar in Hannover begrüßen. Neben seiner Liebe zur japanischen Kampfkunst Aikido ist Jirka Sensei auch Professor für Gamedesign an der Hochschule Furtwangen University.

Foto: Jirka Sensei (zum Vergrößern bitte clicken)

Prinzipien statt Techniken, war sein Schwerpunkt im Seminar. Als professioneller Gamedesigner hat er spielerisch den didaktischen Unterricht veredelt. Besonders seine Eigenkreation "Das Zombie-Spiel", zur spielerischen Erlernung der Uke-Nage-Interaktion, fand regen Anklang. In einer Feedback-Runde haben sich die Studenten dieses Strukturelement zur Verbesserung des weiteren Hochschulsport-Unterrichts gewünscht. Das Seminar hat den Hochschulsport Hannover bereichert. Die Studenten haben das Angebot mit regen Interesse angenommen.
Samstag vormittags fand das Seminar im Hochschulsport Hannover (im Budo-Raum; SportCampus) am Moritzwinkel statt. Die Studenten haben das Angebot mit regen Interesse angenommen. Im PSV-Aikido im Dojo in der Tannenbergallee fanden danach nachmittags 3 Einheiten und sonntags 2 Einheiten statt.

Foto: Seminargruppe (zum Vergrößern bitte clicken)

Die gemeinnützige pro bono-Organisation bedankt sich bei Jirka Sensei und bei allen Teilnehmern und Mitwirkenden, wie dem PSV-Aikido (> Link), dem Hochschulsport Hannover (> Link), der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Hannover und der Aiki-Akademie (> Link).

 

Neujahrsfest 2014

Stabilität und Dynamik: Die Deutsch-Japanische Gesellschaft Hannover Chado-Kai e.V. begrüßt das „Jahr des Pferdes“ mit Tradition und einem Blick nach vorn

Am 25.01.2014 feierte die Deutsch-Japanische Gesellschaft Hannover Chado-Kai e.V. ihr traditionelles Neujahrsfest – und dies zum 20. Mal in den Räumlichkeiten des Maritim Grand Hotels Hannover. Renate Schaadt, die noch amtierende langjährige Präsidentin der Gesellschaft, begrüßte rund 200 Gäste, darunter S.E. Botschafter Nakane, der eigens aus Berlin angereist war, Herrn Konsul Fukagawa und Frau Bürgermeisterin der Stadt Hannover Kramarek, aufs Herzlichste im Jahr des Pferdes.

Dieses Neujahrsfest war ein besonderes, wie die designierte Präsidentin, Dr. Susanne Schieble, in ihrer Rede betonte. Der im vergangenen November von der Mitgliederversammlung neu gewählte Vorstand und sie persönlich stehen dafür ein, den seit 25 Jahren sehr erfolgreich beschrittenen Weg des Kulturaustausches und der zwischenmenschlichen Begegnung weiter zu beschreiten.

Bild (v. l.): Renate Schaadt, Regine Kramarek, Dr. Susanne Schieble

Renate Schaadt dankte sie im Namen der ganzen DJG Hannover für ihren unermüdlichen Einsatz für die Verständigung und Vertiefung der Freundschaft zwischen Japan und Deutschland. Die DJG Hannover ist in den vergangenen 25 Jahren ein fester kultureller Bestandteil der Kulturszene Hannovers geworden, woran Renate Schaadt einen maßgeblichen Anteil hat.

In Anerkennung ihrer großen Verdienste wurde Renate Schaadt zur Ehrenpräsidentin der DJG Hannover gewählt. Ein Höhepunkt war der tosende Beifall bei der Überreichung der Urkunde, auf der die Ehrenpräsidentschaft festgehalten wird. Das Neujahrsfest war der festliche Rahmen für die Übergabe der Amtsgeschäfte von Renate Schaadt an ihre Nachfolgerin Susanne Schieble, die seit 2001 als Schriftführerin Mitglied des Vorstandes ist.

Der Blick nach vorn auf der Grundlage der geleisteten Arbeit wurde gebührend gefeiert. Eröffnet von der Trommelgruppe „Tengu Daiku“ aus Hamburg, war das Programm mit Höhepunkten gespickt. Mit spritzig-traditioneller Musik aus Okinawa warteten die Sushi-Meister von Sakai Shoten aus Hamburg auf. Ein besonderes Highlight waren die beiden klassischen japanischen Tänze von Michiko Yamazaki, Professorin für klassischen Japanischen Tanz. Eine musikalische Überraschung präsentierten die Sopranistinnen Tanja Lea Eichler und Ina Yoshikawa von der Staatsoper Hannover, begleitet von dem Dirigenten und Pianisten Toshiaki Murakami. Mit Jazz- und Swingklängen musikalisch verabschiedet wurde Renate Schaadt zudem von Sita Kuhn und Detlev Oelfke, Johannes North, Maximilian Mäckel und Karl Friedrich Degenhardt.

Bild: Michiko Yamazaki

Das Jahr des Pferdes begann somit für die Deutsch-Japanische Gesellschaft Hannover Chado-Kai e.V. äußerst festlich sowie voller Schwung und lässt optimistisch in die Zukunft blicken.

 

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