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Die Situation rund um COVID-19 und Veranstaltungen der DJG Hannover - Sicherheitshinweise

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Dennoch wird es Einschränkungen geben, die dem Wohle und der Gesundheit sowohl der Mitglieder, Besucher und Gäste als auch der Durchführenden und Veranstaltenden dienen.

Wir bitten um Ihr Verständnis und wünschen Ihnen allen eine gute Gesundheit.

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„Weil little boy vom Himmel fiel“

Andacht von Stadtsuperintendent Thomas Höflich und szenische Lesung der Gruppe Poesie anlässlich des 75. Jahrestages des Atombombenabwurfs auf Hannovers Partnerstadt Hiroshima im Mahnmal St. Aegidien am 29.07.2020

Veranstaltung der DJG Hannover, der Gruppe Poesie, der Marktkirchengemeinde und der Evangelischen Kirche Hannover, in Zusammenarbeit mit der GAF – Galerie für Fotografie/Eisfabrik

Punkt 18.00 Uhr dringen Glockenschläge durch das Mahnmal St. Aegidien. Dann ist es still. Und es bleibt noch eine Weile still, bis Stadtsuperintendent Thomas Höflich die Andacht beginnt. Es ist eine meditative, reflektierte Stille, die eine ganz spezielle Energie unter den rund 50 Besuchern und 6 Künstlerinnen und Künstlern freisetzt und die alle erfasst. Dann beginnt Autor Marcus Neuert mit den ersten Sätzen der Lesung: „Man muss sich keine Sorgen machen.“ Doch, so stellt sich im Laufe des ersten, dialogisch vorgetragenen Textes heraus, vielleicht muss man sich doch Sorgen machen!

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Damit beginnt die rund einstündige szenische Lesung von Mitgliedern der Gruppe Poesie. Sie tragen eigene und Texte ihrer Autorenkolleginnen und -kollegen vor. Diese Texte setzen sich mit dem Atombombenabwurf auf Hiroshima auseinander: Warum kam es dazu? Was für verheerende Auswirkungen hatte er – bis heute? In philosophischer, politischer, gesellschaftlicher, aber auch in physiologischer und psychologischer Hinsicht? Und was sagt das über die Menschheit aus, die sich gegenseitig vernichtet? Wie kann solch ein Ereignis für die Zukunft verhindert werden? Die Texte kommentieren sich, widersprechen, ergänzen und potenzieren sich und bilden auf diese Weise mehr als die Summe ihrer Teile. Sie kulminieren zu einem Gesamtkunstwerk, das für sich steht, gefühlvoll umrahmt von der von Christa Eschmann (Querflöte) und Agnes Hapsari (Klavier) vorgetragenen Musik japanischer Komponisten. Sie tragen die meditative Energie des Anfangs fort, bis zum Schluss, nachdem die letzten Klänge von „Haru no Umi“ verklungen, das rote Tori von Miyajima, der heiligen Insel vor Hiroshima, als Sehnsuchtsort benannt wurde und Thomas Höflich den Segen ausspricht. Dazu trägt auch der Ort der Aegidienkirche bei, die als Mahnmal gegen Krieg und Gewalt als Ruine belassen wurde und die die Friedensglocke, die die Stadt Hiroshima der Stadt Hannover 1985 schenkte, beherbergt. Diese Glocke wird immer zum 6. August, dem Jahrestag des Atombombenabwurfs geschlagen, so auch in diesem Jahr. Die Texte der Gruppe Poesie verwandeln das Wort in imaginäre Glockenschläge und gedenken poetisch der Opfer auf beeindruckend künstlerische und einfühlsame Weise.

Der amerikanische Literaturnobelpreisträger William Faulkner hat gesagt: „Das Vergangene ist nicht tot; es ist nicht einmal vergangen“. Nein, das ist es nicht. Aber wir können daraus Hoffnung schöpfen für die Zukunft.

Dr. Susanne Schieble, Präsidentin DJG Hannover

Fotos: Claudia Rimkus

 

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