Veranstaltungshinweise

Samstag, 22. April bis Samstag, 06. Mai 2023

Japanwoche „zur Kirschblüte“ in Kooperation mit dem A2 Shopping Center

Bereits dreimal hat die DJG Hannover im A2 Shopping Center eine Japanwoche durchgeführt. Das A2 Shopping Center Altwarmbüchen und die Deutsch-Japanische Gesellschaft Hannover Chado-Kai e.V. freuen sich daher, wieder gemeinsam eine Japan-Woche in der Ladenstraße des A2 Shopping Centers durchzuführen, u.a. mit Gartenkunst, Sportvorführungen, Teezeremonien, Kalligrafie, Origami und vieles mehr.

Eröffnungsveranstaltung: Samstag, 22. April 2022

Beginn: 19.00 Uhr

u.a. mit dem Marimbafon-Spieler Fumito Nunoya, Aikido-Meister Franz Renz und seiner Gruppe, Kalligrafie mit Itsuko Cuny sowie japanische Schokolade mit Kevin Lühmann


Sonntag, 23. April 2022

Kirschblütenfest im Hiroshima-Hain Auf der Bult

Die DJG Hannover ist mit Kalligrafie, Origami und einem Infostand vertreten.

Zeit: 14.00 bis 17.00 Uhr

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15.12.-20.12.2022

Mit Präzision und Perfektion: Traditionelles Puppentheater „Awa Ningyo Joruri“ aus Tokushima in Hannover

Anlässlich des 15jährigen Bestehens der Länderpartnerschaft zwischen der Präfektur Tokushima und dem Land Niedersachsen besuchte eine 26köpfige Kulturdelegation, bestehend aus Puppenspieler*innen des Awa Ningyo Joruri, Tänzer*innen des traditionellen Tanzes Awa Odori und Präfekturvertreter*innen vom 15.12. bis 20.12.2022 Hannover. Die komplette Organisation und Betreuung lag bei den aktiven Mitgliedern der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Hannover Chado-Kai e.V.

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Die Kulturdelegation flankierte die politische Delegation rund um den Vizegouverneur der Präfektur Tokushima, Herrn Yoshiyuki Sakaike, der ebenfalls anlässlich des 15jährigen Jubiläums nach Niedersachsen gekommen war. Höhepunkt war die Aufführung des traditionellen Puppentheaters „Awa Ningyo Joruri“ mit anschließendem Empfang im Alten Rathaus am 18.12.2022, die die DJG Hannover in Kooperation mit der Staatskanzlei des Landes Niedersachsen durchführte.

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Umrahmt wurde die Veranstaltung durch den Japantag, der verschiedene traditionelle Künste Japans wie Ikebana, Kalligrafie, Origami, Manga und Verkostung japanischer Schokolade von aktiven Mitgliedern der DJG Hannover präsentierte. Die Präfektur Tokushima stellte sich mit einem Infostand vor.

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Das Publikum, darunter Herr Bundespräsident a.D. Wulff und seine Gattin, Herr Minister Mohrs, Frau Landtagspräsidentin Naber und Frau Generalkonsulin Kato, war restlos begeistert von der Präzision und Perfektion der Darbietung. Das Puppenspiel, das von drei Spieler*innen pro Puppe koordiniert wurde, die Musik und der Gesang schufen eine einzigartige Einheit, die die Kunst des Awa Ningyo Joruri perfekt abbildete.

 

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Im Anschluss war das Publikum gefordert, denn Tänzerinnen und Tänzer des Awa-Tanzes, der ebenfalls aus der Präfektur Tokushima stammt (Awa Odori), animierten nach ihrer grazilen und gleichzeitig kraftvollen Darbietung die Zuschauer*innen, einige Tanzschritte auszuprobieren. Auch wenn es das vorwiegend deutsche Publikum nicht vollständig schaffte, die Eleganz und Genauigkeit des Tanzes nachzuahmen, verbreiteten die Tanzversuche viel Spaß und gute Stimmung.

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Beim anschließenden Empfang betonten die Gastgeber, Herr Minister Mohrs und Frau Dr. Schieble, die Wichtigkeit und Notwendigkeit des kulturellen und wirtschaftlichen Austausches zwischen Tokushima und Niedersachsen und die gewachsene Freundschaft zwischen der Präfektur und dem Bundesland. Herr Vizegouverneur Sakaike hoffte in seiner Rede auf den weiteren und vertieften Ausbau dieser Beziehungen.

Nach einem weiteren Tag in Hannover flog die Delegation am 20.12.2022 nach Japan zurück und hinterließ unvergessliche Erlebnisse und Begegnungen.

Dr. Susanne Schieble, 03.01.2023


15.11.2022

„Das Konzert war hervorragend!“: Das finnisch-japanische Duo Eva Alkula und Tomoya Nakai begeistert im Kulturzentrum Pavillon mit Kantele und Koto

Ein einzigartiges Erlebnis fand am Dienstag, 15.11.2022, im Kulturzentrum Pavillon auf der Lister Meile statt. Das finnisch-japanische Duo Eva Alkula und Tomoya Nakai ließen die traditionellen Zupfinstrumente Kantele aus Finnland und Koto aus Japan erklingen. Das Konzert präsentierte innovative Musik unter Beibehaltung der traditionellen Elemente, die auf den beiden jahrhundertealten Instrumenten gespielt wurden, darunter mehrere Eigenkompositionen von Tomoya Nakai. Auf diese Weise etablierten die Künstler den kulturellen Austausch zwischen Finnland und Japan, da sie Musik mit Themen darboten, die von alten Geschichten und traditioneller Musik aus dem jeweils anderen Land beeinflusst sind.

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Ihre Musik und ihr Zusammenspiel zeugten von Kraft und Sensibilität für das jeweilige kulturelle Erbe des anderen Landes. Insbesondere die Feinfühligkeit, mit der sie auf das jeweilige andere Instrument eingingen, ohne die eigene kulturelle Identität zu verleugnen, beeindruckten die Zuhörer*innen auf einzigartige Weise. Eleganz, Präzision und Perfektion gingen eine intensive Symbiose ein.

Möglich gemacht wurde dies durch die Kooperation der Deutsch-Finnischen Gesellschaft Niedersachsen e.V. und der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Hannover Chado-Kai e.V. Die beiden Vorsitzenden Martin Hadler und Dr. Susanne Schieble betonten in ihren Begrüßungen die hervorragende Zusammenarbeit, die dieses einzigartige Konzertereignis initiierte. Auch Herr Bürgermeister Thomas Hermann (Hannover), Frau Generalkonsulin Kikuko Kato (Hamburg/Japan) und Herr Honorarkonsul Dr. Heiner Feldhaus (Hannover/Finnland) legten in ihren Grußworten den Fokus auf die umtriebige und intensive Arbeit für den Kulturaustausch der beiden sehr aktiven Gesellschaften.
Ein Empfang mit finnischen und japanischen Spezialitäten rundete den berührenden und inspirierenden Abend ab, dessen Erfolg durch den langanhaltenden Applaus für die beiden Künstler bestätigt wurde.
Die DFG Niedersachsen und die DJG Hannover bedanken sich für die großzügige Unterstützung beim Kulturbüro der Stadt Hannover und bei der VHV Stiftung.

Das H 1 Fernsehen berichtete über das Konzert. Der Bericht ist einsehbar unter https://www.youtube.com/watch?v=YCd-XfOWkNs.

Dr. Susanne Schieble, 03.01.2023


„Für jeden etwas dabei!“

Natsumatsuri / Sommerfest

Text: Dr. Susanne Schieble

Fotos: Marion Schmidt, Detlev Oelfke

Am 26.06.2022 fand das traditionelle deutsch-japanische Sommerfest „Natsumatsuri“ im Stadtpark Hannover statt. Erstmals veranstalteten der Deutsch-Japanische Freundschaftskreis Hannover-Hiroshima Yukokai e.V. und die Deutsch-Japanische Gesellschaft Hannover Chado-Kai e.V. das Fest gemeinsam.

Und es war ein voller Erfolg!

Die Taiko-Gruppe Taiko Bastards aus Hamburg eröffnete mit kraftvollen Schlägen das Fest. Dr. Susanne Schieble, Präsidentin der DJG Hannover und Georg-Günther Thürnau, 1. Vorsitzender des Freundschaftskreises, betonten die gute und konstruktive Zusammenarbeit bei der Organisation, die sich bei der Durchführung des Festes fortsetzen sollte. Sie dankten dem Kulturbüro der Stadt Hannover ebenso wie dem Fachbereich für Umwelt und Stadtgrün und dem Hannover Congress Centrum für die Unterstützung bei der Verwirklichung des „Natsumatsuri“.

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Bürgermeister Thomas Hermann und Generalkonsulin Kikuko Kato, die eigens aus Hamburg angereist war, bekräftigen in ihren Grußworten das große ehrenamtliche Engagement beider Vereine für die Völkerverständigung zwischen Deutschland und Japan. Die stellvertretende Regionspräsidentin Michaela Michalowitz hob in ihrem Grußwort die Strahlkraft des deutsch-japanischen Sommerfestes für die Region hervor.

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Viele Kampfkunst-Sportgruppen tummelten sich auf der Rasenfläche, nachdem sie von Gabi Ciecior und Rüdiger König, die sich die Moderation aufteilten, vorgestellt worden waren. Weltklasse-Marimbafon-Spieler Fumito Nunoya, ein gern gesehener Künstler beim Sommerfest, faszinierte die Zuschauer mit seinen Marimbafon-Klängen, Olaf Steinl verzauberte mit japanischen Märchen nicht nur die jungen Zuschauer*innen.

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Am Teehaus führte Teemeisterin und Kulturbotschafterin der Stadt Hiroshima, Hiroyo Nakamoto, in die Welt des Teewegs ein, während viele Stände japanische Kunst und Kunsthandwerk und Mitmachaktionen anboten, darunter Keramik, Furoshiki, Flechtkunst, Origami, Kalligrafie, Bonsai, Manga, Go, Mahjong und Ikebana. Ein besonderer Hingucker waren wieder die Cosplayer. Für das leibliche Wohl sorgte das Restaurant Kindai und der Schokoladensommelier Kevin Lühmann mit der Verkostung japanischer Schokolade, die dem wunderbaren Wetter trotzte und nicht in der Sonne zerschmolz.

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Ein rundum gelungenes Fest mit lauter zufriedenen Gesichtern – sowohl bei den Besucher*innen als auch bei den Veranstalter*innen!

Dr. Susanne Schieble, 06.07.2022


Verleihung der Plakette für Verdienste um die Landeshauptstadt Hannover an die Deutsch-Japanische Gesellschaft Hannover Chado-Kai e.V.

Der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Hannover Chado-Kai e.V. wurde die besondere Ehre zuteil, dass ihr neben sieben weiteren Städtepartnerschaftsvereinen für ihre Verdienste um die Landeshauptstadt „in Anerkennung ihres hervorragenden Wirkens zum Wohle der Allgemeinheit“ die Stadtplakette verliehen wurde. Die feierliche Verleihung fand am 30.06.2022 im Hodlersaal des Rathauses statt.

Dr. Susanne Schieble, Präsidentin der DJG Hannover, nahm die Ehrung, die Herr Oberbürgermeister Belit Onay vornahm, stellvertretend für die Gesellschaft in Gegenwart von u.a. Ehrenpräsidentin Renate Schaadt, Gründungsmitglied Brigitta Laqua und Vorstandskolleginnen und -kollegen entgegen.

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Wir freuen uns sehr, dass unsere unermüdliche ehrenamtliche Arbeit von der Landeshauptstadt Hannover in dieser wertschätzenden Weise anerkannt wird. Dies gibt Kraft für die Fortsetzung unseres völkerverständigenden Engagements.

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Allen Vorstandsmitgliedern, Mitgliedern und Aktiven der DJG Hannover danken wir sehr herzlich für die Treue, Unterstützung und das ehrenamtliche Engagement, ohne die diese Ehrung nicht zustande gekommen wäre.

Dr. Susanne Schieble, 06.07.2022


"Eintauchen in die japanische Kultur" - wortwörtlich gemeint:

Vorträge und Workshop zur japanischen Bade- und Kleidungskultur am 7. Mai 2022

Text: Dr.-Ing. Anja Löbbecke, Vorstandsmitglied der DJG Hannover

Fotos: Marion Schmidt, Vorstandsmitglied der DJG Hannover

Das Thema „Japanische Badekultur“ lockte 11 interessierte Teilnehmer/innen am Samstag, den 7. Mai 2022, ins wunderschöne Ambiente des Sheraton Hotel Hannover im Pelikanviertel. Dort präsentierten zwei Referentinnen ganz unterschiedliche Aspekte dieser Kultur: Frau Christina Pietsch, die über dieses Thema ihre Diplomarbeit geschrieben hat, referierte über die öffentlichen japanischen Badehäuser „Sentō“ und führte die Anwesenden im Vortrag Schritt für Schritt durch den Ablauf eines Besuches dort. Nebenbei erklärte sie auf kurzweilige Art und Weise, den Unterschied zu den bekannten „Onsen“ (heiße oder mineralische Quellen mit medizinischem Nutzen) und Super-Sentos (Luxus-(Spaß-)Bäder), stellte die gängigen Klischees von Massagesesseln bis „nur etwas für alte Leute“ auf die Probe und erklärte, warum die Badehäuser bis heute und in Zukunft weiterhin eine wichtige Rolle im sozialen Leben der Japaner einnehmen, auch wenn es längst keine Wohnungen mehr ohne Badezimmer gibt.

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Der nächste Programmpunkt des Nachmittags war die Kunst des „Furoshiki“ (sprich „furoschki“), der japanischen Tradition, früher seine Kleidung im Bad - heute Gegenstände verschiedenster Art - in quadratischen Tüchern schnell, praktisch und wunderschön für den Transport und zum Verschenken einzupacken. Frau Ribba Eickmann, die seit über 15 Jahren Workshops zu diesem Thema durchführt, zeigte den beeindruckten Anwesenden, wie man Rechteckiges wie ein oder zwei Bücher, aber auch Flaschen und sogar runde Gegenstände wie Bälle und Melonen fest, sicher und schnell in Tücher einknotet. Denn für alles gibt es überraschend simple Methoden, die eigentlich einfachen Knoten an den richtigen Stellen zu setzen - man muss es nur wissen!

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Die Zwischenzeit hatte Frau Pietsch genutzt, sich in einen wunderschönen Furisode-Kimono umzukleiden und übernahm wiederum die Führung durch den dritten Teil des Nachmittags: Sie demonstrierte, wie sie einen entsprechenden Schleifen-Knoten in den 4,2m langen Obi-Gürtels passend zu ihrem traditionellen Kimono selbst bindet. Eine Kunst für die sie in Japan von einer Japanerin für einen Wettbewerb sechs Monate lang trainiert wurde und die selbst die wenigsten Japanerinnen beherrschen. Dabei erzählte sie die Geschichte dieser Lehrzeit und alle staunten, wie sie bei diesem komplizierten Prozess mit so einigen Hilfsmitteln sogar noch erzählen konnte!

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Zu guter Letzt hatte Frau Pietsch dann viele Yukatas (eine einfachere Form des Kimonos, ursprünglich aus der Badekultur stammend) mit entsprechenden Gürteln mitgebracht, um alle anwesenden Teilnehmerinnen in diese zu kleiden. Alle Teilnehmerinnen sahen in ihren Yukatas mit selbstgebundenen (!) Schleifen auf dem Rücken ganz bezaubernd aus! Wunderbar, wie elegant diese Kleindung wirken kann, zumal einige der Aspekt überraschte, dass der Kimono erfordert, bestmöglich alle hierzulande erwünschten „Hügel und Täler“ einer fraulichen Figur so gut wie möglich „wegzupolstern“.

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Es war ein sehr kurzweiliger Nachmittag, der viele Aspekte der Badekultur Japans lehrreich, lebendig und amüsant vermittelte und den Teilnehmenden sicherlich viele Inspirationen für den Alltag mitgegeben hat.

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Kirschblütenfest im Hiroshima-Hain auf der Bult am 24.04.2022

Das Kirschblütenfest in Hannover, zu dem die Landeshauptstadt Hannover zum 21. Mal zusammen mit Vereinen und Initiativen einlud, erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Leider musste es in den letzten 3 Jahren Corona- und einmal wetterbedingt ausfallen. Umso größer war die Freude, dieses Jahr das Kirschblütenfest im Hiroshima-Hain am 24. April 2022 von 14–17:30 Uhr feiern zu dürfen. Die Gäste erwartetete ein bunter Nachmittag mit einem abwechslungsreichen japanischen Kulturprogramm.

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Die DJG Hannover bot ein reichhaltiges Programm an, unter anderem Kalligraphie und Origami.

> Interview auf H1 mit der Präsidentin der DJG Hannover, Dr. S. Schieble: Link Youtube

Weitere Informationen finden Sie unter folgenden Links:

> Flyer: Link PDF

> Impressionen Kirschblütenfest (Fotos: D. Oelfke, Prof. Dr. F. Renz)

 

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Weisheiten japanischer Kampfkunst in der VHS Hannover:

Lesung und Kampfkunstvorführung von Hanyong Yun (Eiryū Dōjō) am 23. April 2022

Text: Dr.-Ing. Anja Löbbecke, Vorstandsmitglied der DJG Hannover

Fotos: Marion Schmidt, Vorstandsmitglied der DJG Hannover

Beim Kirschblütenfest einen Tag später auf der Bult drängten sich weit über Hundert Interessierte in einem großen Kreis auf der Rasenfläche des Hains, um die Kampfkunstdarbietung des Eiryū Dōjō zu bewundern - absolut zu recht! Tags zuvor hatten Dai Shihan Hayong Yun und seine Schüler allerdings für die DJG Hannover bereits eine Veranstaltung in der Volkshochschule Hannover abgehalten, bei der man die aufgeführte Kampfkunst des Bujinkan Budō Taijutsu noch viel näher und eingehender bewundern konnte: Am Samstag, den 23. April 2022, las er aus seinem Buch „Jeder Fehltritt birgt Erleuchtung“ einige inspirierende Anekdoten vor, der eine Enbu (eine kurzen Kampfkunstvorführung) vorausging.

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In dem Buch begleitet der Leser das Alter Ego Hayong Yuns, Meister Soso, in kurzen Geschichten seines Alltags, seiner Lehrjahre, Situationen mit seinen Schülern und der Einkehr dabei, wie er Weisheiten seiner 900 Jahre alten Kampfkunsttradition in dieser modernen Zeit neu findet und interpretiert. Von Sensei Yun im traditionellen Gewand im Schneidersitz auf dem Stuhl sitzend, wurden diese Geschichten nicht nur authentisch und würdevoll vorgetragen, sondern auch mit lustigen Zwischengeschichten und Erläuterungen zum Kontext sehr unterhaltsam begleitet. Abschließend rundeten Fragen aus dem Publikum an Sensei Yun, die sehr gerne und von vielen genutzt wurde, diesen inspirierenden und unterhaltsamen Nachmittag in der VHS ab.

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Hayong Yun ist dabei einer der am höchsten ausgezeichneter Meister seiner Kunst: Sein Titel des „Dai Shihan“ ist der höchste derzeit mögliche ab dem 15. Dan. Der gebürtige Hannoveraner mit koreanischen Wurzeln lernte seit seinem 12. Lebensjahr verschiedenste Kampfsportarten und ist unter anderem deutscher Meister im Taekwondō gewesen. Er nimmt seit über 30 Jahren an Fortbildungen in Japan teil und hat sich besonders der Kampfkunst des Bujinkan Budō Taijutsu gewidmet, einem System aus 9 verschiedenen japanischen Kampfkünsten der traditionellen Samurai- und Ninja-Prinzipien, welche dadurch sehr facettenreich ist. Diese faszinierende japanische Kampftechnik konnte eben noch vor der Lesung von den Besuchern der Veranstaltung live und ganz aus der Nähe betrachtet werden: Sensei Yun und zwei seiner langjährigen Schwarzgürtel-Schüler zeigten ungefähr 15 Minuten lang verschiedene Übungen; sowohl nur mit dem Körper ausgeführte, als auch mit kurzem und langem Holzstock sowie, natürlich abgestumpfen, Kurz- und Langschwertern. Ein weiterer Schüler moderierte für das Publikum die Übungen, so dass auch in Kampfkunst unerfahrene Zuschauer sehr gut nachvollziehen konnten, was präsentiert wurde.

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In der Fusion von Präzision, Eleganz und Besonnenheit der Übungen, die Kraft und Effizienz so vereinen, so dass sie trotz der Langsamkeit, in der sie ausgeführt werden, große Gefährlichkeit ausstrahlen, liegt vielleicht die besondere Faszination dieser Kunst. Die Ergänzung um die nötige mentale Ruhe und Reife sowie die vernünftige Einsicht, dass das wahre Ziel darin liegt, diese Techniken nicht anzuwenden zu müssen, geben dem Budō Taijutsu seinen kulturellen Hintergrund als spirituellem Dō. Einen Nachmittag lang in diese japanische Kunst aus dieser Nähe eintauchen zu dürfen, war sicherlich ein besonderes Erlebnis für alle Anwesenden.

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